Russland

Jenseits des Rubikon

2 Seiten | Autor: Wolfgang Schwarz

Wer internationalen Krisen künftig präventiv erfolgreicher begegnen will, der muss den Ursachen der jüngsten um die Ukraine ohne Scheuklappen und doppelte Standards auf den Grund gehen. Während internationaler Krisen neigen die Akteure praktisch aber leider nie zur Analyse und auch später nur ausnahmsweise. Es ist aber schon vorgekommen: nach dem 13. August 1961, als sich ein Teil der SPD-Führung durchrang, die Beziehungen zur Sowjetunion durch ein neues Prisma zu betrachten und den seit 1945 in immer neuen Varianten ausgelatschten Trampelpfad der Konfrontation gegenüber Moskau zu verlassen.

Schlagworte: Ukraine | Krimkrise | Russland | Europa

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Erschienen in
Welttrends 97 | 2014
Ressource Macht Staat
144 Seiten

Die Deutschen und die Russen

Über Neigungen und machtpolitische Sozialisierungen

10 Seiten | Autor: Gunther Hellmann

Deutschland versteht sich als Gestaltungsmacht im Einklang mit den „Prinzipien und Mitteln unserer Zeit“. Es ist einer der Aufsteiger in der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts. Dagegen verharre Russland als absteigende Großmacht in den Mustern des 19. und 20. Jahrhunderts. So sind Konflikte vorprogrammiert, obwohl keine der beiden Seiten daran Interesse hat. Verändern wird dieser Konflikt nicht nur Deutschland und Russland, sondern auch die europäische Ordnung und machtpolitische Praktiken in Ost und West.

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Erschienen in
Welttrends 96 | 2014
Deutsche Außenpolitik kontrovers
144 Seiten

Eine neue Lage

2 Seiten | Autor: Attila Király

Nach dem Kalten Krieg nahmen viele Beobachter an, mit der Sowjetunion sei nun auch Russland auf Dauer abgemeldet. Die Zeit weltpolitischer Konkurrenz vorbei. Die USA seien nun die einzige Weltmacht und strebten die Beherrschung Eurasiens an, womit verhindert würde, dass je wieder eine konkurrierende Macht entsteht. Das ist gescheitert, nicht nur wegen der Niederlagen der USA und des Westens in Irak und Afghanistan.

Schlagworte: USA | Russland | Weltordnung

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Erschienen in
Welttrends 96 | 2014
Deutsche Außenpolitik kontrovers
144 Seiten

Afghanistan nach 2014 – Über die Position der Russischen Föderation

Interview mit Igor Morgulov

6 Seiten | Autor: Hubert Thielicke

In diesem Jahr werden die NATO/ISAF-Truppen ihre Kampfmission in Afghanistan beenden. Wie sind die Perspektiven für die Entwicklung im Land und der Region danach? Wird es einen stabilen Frieden geben oder wird das Land im Chaos versinken? Als eine mit Zentralasien durch bilaterale Beziehungen, die Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS), die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und andere Institutionen verbundene Macht ist Russland sehr an Frieden und Stabilität in Afghanistan und der Region interessiert. WeltTrends sprach über diese Fragen mit Igor Morgulov, dem stellvertretenden Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation.

Schlagworte: ghanistan | Russland | ISAF

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Erschienen in
Welttrends 95 | 2014
Die USA und WIR
144 Seiten

Georgische Träume

Tiflis’ „neue“ Außenpolitik

5 Seiten | Autor: Johannes Wetzinger

Georgien paraphierte im November 2013 auf dem Gipfel der Östlichen Partnerschaft in Vilnius ein Assoziierungsabkommen mit der EU. Damit wurde unterstrichen, dass die Südkaukasusrepublik auch nach Saakaschwili stark westlich orientiert bleibt. Gleichzeitig strebt das Bündnis Georgischer Traum, seit 2012 an der Macht, eine Neuordnung der Beziehungen zu Russland an. Dies könnte auch Auswirkungen auf die EU haben.

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Erschienen in
Welttrends 95 | 2014
Die USA und WIR
144 Seiten

Putin’s Mission in the Russian Thermidor

8 Seiten | Autor: Alec Rasizade

By 1999, Russian society was exhausted by political and economic upheaval, and craved strong, stable government. Pauperisation, unemployment and violent crime added to the woes of a great nation already bowed by the humiliation of an imploded superpower. So profound was this mood among millions of ordinary Russians that they were willing to welcome any new autocracy or even dictatorship as the only hope of relief. The demoralised and under-funded armed forces, quagmired in the Caucasus campaign against the Chechen separatists, felt betrayed and abandoned after years of neglect under presidents Gorbachev and Yeltsin and consequently turned to Colonel Putin, who was named in 1998 to head the Federal Security Bureau, the main successor agency to the KGB – for guidance.

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Erschienen in
Welttrends 60 | 2008
Russische Moderne
160 Seiten

Zeit für neue „Flintenreden“?

2 Seiten | Autor: Wolfram Wallraf

Letzten Winter fuhr ich für ein paar Tage nach Sölden zum Skifahren. Ich war überrascht über die große Zahl russischer Urlauber, zumeist jüngere Leute, darunter viele Familien mit Kindern. Hätte man nicht ihre Muttersprache vernommen, sie wären nicht weiter aufgefallen. Es ist die neue „Mittelschicht“, gebildet, kultiviert und verhältnismäßig gut verdienend, die sich nun auch etwas leistet und nebenbei die weite Welt ansieht. Der vormals berüchtigte „neue Russe“ – reich und laut, betrunken und aggressiv – ist marginalisiert. Ja, es hat sich etwas verändert in Russland. Die Wirtschaft wächst wieder, die Inflation ist abgeflaut, die Einkommen steigen. Die zu Jelzins Zeiten grotesk auseinanderklaffende Schere zwischen Reich und Arm schließt sich wieder. Noch immer fällt es schwer, in Russland von Rechtsstaatlichkeit zu reden, aber die ganz chaotischen und rechtsnihilistischen Zeiten sind vorbei. Wer heute in Russland seine private Zukunft aufbauen will, findet im Großen und Ganzen berechenbare Zustände vor, hat die Freiheiten des Marktes und den Zugang zu weltweiten Kommunikationsnetzen. Welch ein Unterschied zum Leben im Sowjetstaat!

Schlagworte: Russland

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Erschienen in
Welttrends 60 | 2008
Russische Moderne
160 Seiten

Wandel, Wechsel und Widersprüche – Russland heute

Ein Gespräch mit Petra Stykow

9 Seiten | Autor: WeltTrends

WeltTrends: Welche politische Bilanz der Präsidentschaft Putins würden Sie ziehen? Petra Stykow: Als Wladimir Putin Anfang des Jahres 2000 die Amtsgeschäfte von Boris Jelzin übernahm, trat er ein schweres Erbe an: Der Versuch der „Demokraten“ der 1990er Jahre, das Land hin zu einer westlich-liberalen Demokratie mit einer freien Marktwirtschaft zu führen, hatte sich durch die realen Entwicklungen diskreditiert. Die Föderation war zeitweise an den Rand des Zerfalls geraten, die Industrieproduktion hatte sich seit 1989 halbiert, und auch vom Status einer militärischen Supermacht war nichts geblieben. Über ein Drittel der russischen Bevölkerung lebte unterhalb der Armutsgrenze. Eine Handvoll „Oligarchen“ war als Ergebnis der Wirtschaftsreformen in die kleine Gruppe der reichsten Männer der Welt aufgestiegen und übte aufgrund ihrer Nähe zu Jelzin erheblichen Einfluss auf die Politik aus. Die charakteristischen Spieler einer demokratischen Politik – Parteien und Interessengruppen – hatten sich nach einem geradezu explosiven Boom in den frühen 1990ern weder organisatorisch stabilisieren noch programmatisch profilieren können; die Spielregeln der neuen russischen Politik waren in Vielem umstritten, wurden ignoriert oder ad hoc umgeschrieben.

Schlagworte: Russland | Modernisierung

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Erschienen in
Welttrends 60 | 2008
Russische Moderne
160 Seiten

Die Putin-Medwedjew-Rochade

12 Seiten | Autor: Johannes Heisig

Die Globalisierung Russlands wird durch Rohstoffexporte und hohe Investitionen des Westens in den russischen Energiesektor vorangetrieben. Gleichzeitig festigt sich ein hybrides politisches System mit sowohl autoritären als auch demokratischen Elementen. Soll Russland ein zuverlässlicher Partner des Westens bleiben, müssen die russischen Interessen sowie die neue außenpolitische Stärke berücksichtigt werden.

Schlagworte: Russland | Außenpolitik | NATO

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Erschienen in
Welttrends 60 | 2008
Russische Moderne
160 Seiten

Holprige Wege in die Moderne

China und Russland

13 Seiten | Autor: Irina Dorogavtseva, Dmitri Trubitsyn

Gegen Ende des Kalten Krieges vollzogen sich sowohl in Russland als auch in China bedeutende gesellschaftliche Veränderungen. Zwei russische Wissenschaftler nähern sich dem Thema aus vergleichender Perspektive. Denn während sich in China nach der Kulturrevolution pragmatische Reformer durchsetzten, hatten in Russland Anti-Modernisierungsbewegungen regen Zulauf. Das chinesische Modell einer kontrollierten Marktöffnung bei Erhalt des Ein-Parteien-Systems wird daher für Russland abgelehnt.

Schlagworte: Russland | China | Transformation

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Erschienen in
Welttrends 60 | 2008
Russische Moderne
160 Seiten