Türkei

Jenseits des Nationalstaates

Der politische Islam heute

5 Seiten | Autor: Thorsten Hasche

Der politische Islam im 21. Jahrhundert ist transnational, d.h. seine zahlreichen Bewegungen und vielfältigen Ideologien bewegen sich über die Ländergrenzen Europas, Nordafrikas, Westasiens, Zentralasiens und Südostasiens hinweg. Zugleich bewegt sich der Islamismus zwischen zwei Polen: relativ zivil-politische Organisationen à la Muslimbruderschaft unterscheiden sich von der radikalen Militanz einer al-Qaida oder des „Islamischer Staates". Die sunnitischen Ausprägungen des Islamismus sind vor allem von nicht-staatlichen Gruppierungen geprägt, während der schiitische Islamismus durch die Islamische Republik Iran und die von ihr unterstützte Hizbollah im Libanon vertreten wird.

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Erschienen in
Welttrends 133 | 2017
UNO – fit für die Zukunft?
72 Seiten

Der abtrünnige Mann vom Bosporus

Zur Entfremdung zwischen NATO und Türkei

4 Seiten | Autor: Alexander Neu

Das deutsch-türkische Verhältnis befindet sich im freien Fall. Nach unten ist noch Luft und schaut man sich die Verlautbarungen zwischen den Regierungen an, gewinnt man den Eindruck, dass noch Eskalationspotential vorhanden ist. Die Besuchsverbote von Bundestagsabgeordneten in Incirlik oder in Konya sind nicht die Ursachen des Konflikts, sondern ein konkreter Ausfluss der generellen Entfremdung zwischen dem „Westen“ und der Türkei.

Schlagworte: Türkei | Erdogan | NATO

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Erschienen in
Welttrends 133 | 2017
UNO – fit für die Zukunft?
72 Seiten

Klare Wende zur Diktatur

Überlegungen zur autoritären Entwicklung in der Türkei

5 Seiten | Autor: Savaş Genç

Bei ihrer Gründung im Jahre 2001 sagte sich die AKP vom politischen Islam los und bekannte sich zur laizistischen Republik in der Türkei. Sie erlangte bald die Mehrheit im Parlament. Ihr Reformkurs wurde von der EU mit Rat und Tat unterstützt. Die Türkei schien ein Modell für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie zu sein. Hinzu kamen wirtschaftliche Erfolge. Dann aber erfolgte die Wende. Seit 2010 marschiert die Türkei in Richtung Autokratie und nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 sogar in Richtung einer Ein-Parteien-Diktatur.

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Erschienen in
Welttrends 132 | 2017
Russische Revolutionen
72 Seiten

Hugo Radolin und das Mosaik der Völker (II)

Armenier, Polen und preußische Diplomatie

10 Seiten | Autor: Mehmet Can Dinçer

Während der Hamidischen Massaker an den Armeniern in den Jahren 1894 bis 1896 stärkte das Deutsche Reich dem Osmanischen maßgeblich den Rücken. Der Botschafter Hugo Radolin zeigte diesbezüglich besonderes Engagement. Das intrigante Vorgehen der Ho amarilla gegen seinen Nachfolger am Bosporus, Anton Freiherr Saurma von der Jeltsch, und Radolins mögliche Beweggründe werden im Nachstehenden erörtert.

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Erschienen in
multipolar 2 | 2017
Sicherheitsdoktrinen eurasischer Mächte
108 Seiten

Hugo Radolin und das Mosaik der Völker

Die deutsche Weltmachtpolitik und die Hamidischen Massaker (1894–1896)

15 Seiten | Autor: Mehmet Can Dinçer

Die unter Sultan Abdul Hamid II. (1842–1918) verübten, daher „hamidisch“ genannten Massaker an den Armeniern in den Jahren von 1894 bis 1896 bilden eine Vorstufe des Genozids an denselben im Ersten Weltkrieg. Nicht erst im Weltkrieg, sondern auch schon zuvor hing das Zustandekommen der antiarmenischen Verbrechen mit der deutschen Türkeipolitik zusammen. Eine wichtige Figur in diesem Prozess war der deutsche Botschafter Fürst Radolin. Ausgehend von einer intensiven Auswertung zeitgenössischer Quellen untersucht der Autor dessen Rolle im geopolitischen Geflecht Türkei-Deutschland-Großbritannien / Frankreich / Russland.

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Erschienen in
multipolar 1 | 2017
Eingefrorene Konflikte
116 Seiten

Über Nacht wieder beste „Freunde“?

Iranisch-türkische Beziehungen nach dem Militärputsch

3 Seiten | Autor: Julia Pickhardt

Als Teile des türkischen Militärs versuchten, sich im Juli 2016 an die Macht zu putschen und die türkische Regierung inklusive Präsident abzusetzen, stellte sich die Islamische Republik Iran als eines der ersten Länder hinter Recep Tayyip Erdoğan und verurteilte den Militärputsch. Ist dies der Beginn einer Wiederannäherung beider Länder?

Schlagworte: Iran | Türkei | Beziehungen

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Erschienen in
Welttrends 123 | 2017
Päpste und Politik
72 Seiten

Türkei: Ein kurioser Putschversuch und harter Ausnahmezustand

4 Seiten | Autor: Errol Babacan

Als am Abend des 15. Juli die ersten Nachrichten über die Blockade der Bosporus-Brücke und Kampfjets über Ankaras Himmel die Runde machten, herrschte große Besorgnis aufseiten der demokratischen und linken Kräfte des Landes. Die Sorge galt nicht der AKP-Regierung. Vielmehr kann von der Armee nichts Gutes kommen, auch dann nicht, wenn sie gegen die AKP vorgeht. Nicht nur die historische Erfahrung, sondern auch die Niederschlagung des Aufstands in den kurdischen Städten lehrt, dass die türkische Armee Zentrum eines aggressiven Nationalismus ist.

Schlagworte: Türkei | Putsch | Erdogan | AKP

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Erschienen in
Welttrends 119 | 2016
Berlin und Moskau – wie weiter?
72 Seiten

Beziehungen weiterhin fragil

Zum türkisch-griechischen Verhältnis

4 Seiten | Autor: Özlem Demirtaş Bagdonas

Angesichts der verschiedenen innen- und außenpolitischen Herausforderungen sind beide Länder gegenwärtig gleich weit davon entfernt, ihre bilateralen Spannungen abzubauen. Dazu tragen auch die historischen Narrative durch die politischen Eliten beider Länder bei, die den „Anderen“ zum Feind machen. Eine dauerhafte Lösung des Ägäis- und des Zypernkonflikts hängt nicht nur davon ab, wie pragmatisch beide Länder sind, sondern es muss auch gelingen, ein beiderseits geteiltes Verständnis ihrer gemeinsamen Geschichte und regionalen Identität zu entwickeln.

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Erschienen in
Welttrends 111 | 2016
Blackbox Afrika
76 Seiten

Wie der Politische Islam den Arabischen Frühling zerstört

5 Seiten | Autor: Karin Leukefeld

Vor fünf Jahren lösten Massenproteste in Tunesien Aufstände und Revolutionen in beinahe der gesamten arabischen Welt aus. Mit Unterstützung Katars und den neuen Bündnispartnern EU und USA gingen nicht die säkularen, sondern die Parteien des Politischen Islam als Gewinner aus den Unruhen hervor. Das Beispiel der Muslimbrüder in Ägypten zeigt, wie die Regionalmächte Saudi-Arabien, Katar und Türkei den Politischen Islam benutzen, um ihren Einfluss auszuweiten und eigene politische Ziele durchzusetzen.

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Erschienen in
Welttrends 108 | 2015
Politischer Islam
72 Seiten

Götterdämmerung am Bosporus

Die türkische Außenpolitik nach dem Arabischen Frühling

6 Seiten | Autor: Savaş Genç

Der sogenannte Arabische Frühling hat die türkische Außenpolitik in eine tiefe Krise versetzt. Das Land, das sich vor dem Ausbruch der Konflikte im Mittleren Osten in dieser Region als Ordnungsmacht betrachtet hatte, muss sich nun den weitgehenden Verlust seiner Position als ein entscheidender Akteur eingestehen. Ankara steht nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch außenwirtschaftlich vor großen Herausforderungen. Offensichtlich ist, dass die türkische Außenpolitik keinen „Plan B“ hat, mit dem sie den aktuellen Entwicklungen strategisch begegnen könnte.

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Erschienen in
Welttrends 106 | 2015
Helsinki 40+
96 Seiten