2004

Kultur als Entwicklungsvariable in Osteuropa

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Heftnummer: 
5

Verlauf der gesellschaftlichen Umbruchprozesse ist von Anfang an ein zentrales Thema der Osteuropa- und Transformationsforschung gewesen. Allerdings hat sich der Fokus der Diskussion in den vergangenen Jahren deutlich verschoben: Stand zunächst die Frage im Vordergrund, inwieweit das kulturelle Erbe des Staatssozialismus eine Barriere für erfolgreiche politische und ökonomische Reformen darstellt, so wird spätestens seit Mitte der 1990er Jahre vor allem darüber gestritten, inwiefern kulturelle Differenzen zwischen den Ländern die dramatischen Unterschiede im Verlauf und in den (Zwischen-)...

Wendekinder

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Heftnummer: 
4

Eigentlich dürfte es sie gar nicht geben:

WENDEKINDER.

Entweder sollten sie gar nicht geboren oder längst abgehauen sein. Überhaupt, daß dieses Drama noch einmal als Farce aufgeführt wird, zeigt, daß die deutsche Vereinigung am Ende ist und doch immer weitergeht. Der „Wir sind ein Volk!“ gerufene Besen fegt und fegt – erst die falschen Kommunisten weg, dann die Betriebe und nun die Dörfer und Städte leer. Was hat sich die Transformationsforschung nicht die Köpfe zerbrochen, wie alles war und werden könnte. Noch vor der  deutschen Einheit war sie gescheitert und verlor sich in...

Entwicklung oder Transformation

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Heftnummer: 
3

Die Transformationsforschung zu den Gesellschaften (post-)sowjetischen Typs als ein reich verästelter Zweig der sozial-, politik- und kulturwissenschaftlichen empirischen  Forschung und Modellbildung wurde in den letzten Jahren wiederholt als „weitgehend abgeschlossen“ und daher obsolet dargestellt. Demgegenüber findet sich bei zahlreichen Transformationsforschern die Haltung, daß die Gesellschaftstransformation mit dem Institutionentransfer noch lange nicht abgeschlossen ist. So hält eine entsprechende Literaturproduktion an, wenn sie auch nicht mehr so unübersehbar ist wie zu den...

Die Überflüssigen

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2

Kann man als Sozialwissenschaftler erahnen, was es bedeutet, „überflüssig“ zu sein? Was genau damit bezeichnet werden soll? Natürlich!, möchte man antworten. Die Profession selbst ringt um den Statuserhalt – mit negativem Ausgang: die Soziologie der FU Berlin wird aufgelöst, landauf, landab stehen sozialwissenschaftliche Fakultäten zur Disposition; dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, früher eine Hochburg der Soziologie, steht heute ein ausgewiesener Sozialhistoriker vor. Die Arbeit der „fünf Wirtschaftsweisen“ schafft zwar viele soziale Probleme, aber keine Beschäftigung...

Zeit der Paradoxien

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Heftnummer: 
1

Auf den ersten Blick handelt es sich einfach um einen anschwellenden Wortgebrauch. Der Begriff „Paradoxien“ erfreut sich wachsenden Zuspruchs. Auffälligerweise taucht er immer häufiger in Publikationen auf, die vordergründig soziale und kulturelle Gegenstände verhandeln. Also nicht dort, wo er traditionell beheimat ist: in der theoretischen Philosophie, in der philosophischen und mathematischen Logik. Vor allem soziologische, ökonomische, politologische, kulturwissenschaftliche und sozialphilosophische Untersuchungen stoßen heute zielsicher auf Paradoxien bzw. auf das, was sie dafür halten...

Die Modellierung institutionellen ökonomischen Handelns

Zu den Adressaten einer Wirtschafts- und Unternehmensethik

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Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Ethik institutionellen Handelns habe ich vorgeschlagen, institutionelles Handeln kategorial von individuellem Handeln zu unterscheiden.

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