Frankreich

Solschenizyns Gulag-Schock

Die Abrechnung der französischen Linksintellektuellen mit Kommunismus und Sowjetunion

14 Seiten | Autor: Ahmet Cavuldak

Als 1974 „Der Archipel GULAG“, das erzählerische Dokumentarwerk Alexander Solschenizyns über die sowjetischen Straflager, in Paris erschien, blieb das nicht ohne Folgen für die intellektuelle Atmosphäre in Frankreich. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie zwei französische Linksintellektuelle mit dem Marxismus und der Sowjetunion in literarisch-philosophischer Weise abrechneten: André Glucksmanns und Bernard-Henri Lévys moralisierende „Abrechnungsschriften“ und Pamphlete gelangten in der französischen Öffentlichkeit und teilweise darüber hinaus zu großem Einfluss. Beide Autoren sind keine politischen Denker mit einem analytischen Blick oder gar mit einem systematischen Begründungsanspruch, sondern schriftstellernde Philosophen in der französischen Tradition, die den Marxismus und die Sowjetunion radikal in Frage stellten und letztlich an der Politik schlechthin verzweifelten.

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Erschienen in
Berliner Debatte 2 | 2017
Kinderrechte - Menschenrechte
150 Seiten

Eine neue Außenpolitik für Frankreich?

Hollandes Erbe, Macrons Herausforderungen

5 Seiten | Autor: Olivier Schmitt

Hollandes Erbe ist schwer greifbar, ein programmatisches Gesamtkonzept seiner Außenpolitik kam nie zustande. Dennoch hat er in seiner fünfjährigen Amtszeit 2012–2017 Spuren hinterlassen und Akzente gesetzt. Welche Entwicklungen sich daraus ergeben haben und was nun Macron erwartet, zeigt Olivier Schmitt in diesem Beitrag.

Schlagworte: Europa | Frankreich | Parteien | Macron | Hollande

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Erschienen in
Welttrends 129 | 2017
Frankreich im Umbruch
72 Seiten

Frankreichs Wirtschaft: Reformbedarf und Potenziale

5 Seiten | Autor: Henrik Uterwedde

Unter den zahlreichen Herausforderungen, vor denen der neue französische Präsident steht, ist die Überwindung der wirtschaftlichen Krise eine der schwierigsten. Denn diese Krise hat sich seit Beginn dieses Jahrhunderts immer mehr vertieft, auch weil die Strukturprobleme des Landes nicht oder nur sehr zaghaft angegangen worden sind. So begann eine lange Phase der Stagnation, des relativen Abstiegs und einer sich ausbreitenden Arbeitslosigkeit. Kann der Teufelskreis gebrochen werden?

Schlagworte: Europa | Frankreich | Parteien | Macron | Wirtschaft

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Erschienen in
Welttrends 129 | 2017
Frankreich im Umbruch
72 Seiten

Gespaltenes Land, Ende der etablierten Parteien?

Frankreichs politisches System „in Bewegung“

5 Seiten | Autor: Ronja Kempin

Die Wahl Emmanuel Macrons zum französischen Präsidenten wirbelt das politische System des Landes durcheinander. Dem neuen Machthaber im Élysée-Palast ist es bei den Wahlen um das höchste Staatsamt im Frühjahr 2017 ohne den Rückhalt und die Infrastruktur einer politischen Partei gelungen, sich gegen seine politischen Kontrahenten durchzusetzen. Sollte es seiner nunmehr „La République en Marche!“ genannten Bewegung gelingen, die im Juni 2017 anstehenden Parlamentswahlen zu gewinnen, könnte dies den französischen Parlamentarismus nachhaltig verändern.

Schlagworte: Europa | Frankreich | Parteien | Macron | Populismus

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Erschienen in
Welttrends 129 | 2017
Frankreich im Umbruch
72 Seiten

Das Jupiter-Modell

Wie Emmanuel Macron wurde, was er ist, und was er will

5 Seiten | Autor: Sabine Ruß-Sattar

„Die Präsidentschaftswahlen sind die Begegnung zwischen den Franzosen und einem Mann“ – so lautet die viel zitierte Formel von Charles de Gaulle, dem ersten Präsidenten der V. Republik. De Gaulle und Mitterrand sind die Vorbilder, auf die sich der 39 Jahre junge Macron, „eigentlich für das Amt zu jung“ (François Bayrou, Bündnispartner Macrons), in seiner Auffassung von der Rolle des Präsidenten bezieht.

Schlagworte: Europa | Frankreich | Parteien | Macron | Populismus

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Erschienen in
Welttrends 129 | 2017
Frankreich im Umbruch
72 Seiten

WeltTrends - Das außenpolitische Journal 129 | 2017

Frankreich im Umbruch

Herausgeber: Yann Wernert

ISBN 978-3-945878-63-7 | ISSN 0944-8101 | 72 Seiten

Frankreich hat gewählt, und das Land steht Kopf. Der neue politische Kurs ist noch unklar, aber ein „weiter so“ ist ausgeschlossen. Das Thema gibt einen Überblick über die Herausforderungen, die den wichtigsten Partner Deutschlands in Europa erwarten – und die Chancen, die sich bieten. Dabei geht es sowohl um die außenpolitische, als auch die wirtschaftliche Hinterlassenschaft des scheidenden Präsidenten Hollande. Wie steht es um Frankreich, was will und kann Macron in diesem Kontext bewirken? Ebenso wird die umgewälzte Parteienstruktur untersucht, die der Fünften Republik den ersten Präsidenten jenseits von Konservativen und Sozialisten beschert hat.

Schlagworte: Europa | Frankreich | Wahlen | Macron | Populismus

Inhalt

Warum Gaddafi sterben musste

Frankreich und der Krieg in Libyen

7 Seiten | Autor: Werner Ruf

Einst enger Verbündeter Frankreichs, dann Erzschurke für Paris: Muammar al-Gaddafi, der Führer Libyens. Mit enormen Finanzen aus dem Erdöl ausgestattet, versuchte Gaddafi, den afrikanischen Kontinent hinter sich zu einen und eine Alternative für dessen weiterhin engen Beziehungen zur alten Kolonialmacht Frankreich zu schaffen. Das wollte Paris nicht hinnehmen und schlug zurück. 2011 wurde Gaddafi auf Betreiben Frankreichs durch NATO-Truppen gestürzt. Seitdem herrschen in dem nordafrikanischen Land chaotische Verhältnisse.

Schlagworte: Libyen | Gaddafi | Frankreich | Tod

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Erschienen in
Welttrends 127 | 2017
Krieg in Korea?
72 Seiten

Reform um jeden Preis

Ein Blick auf die Präsidentschaftswahlen in Frankreich

4 Seiten | Autor: Yann Wernert

Europa zittert bei der Vorstellung, eine Rechtspopulistin wie Marine Le Pen könnte bald die drittgrößte Volkswirtschaft des Kontinents anführen. Die Franzosen sehen das etwas gelassener, denn die Spitzenkandidatin des Front National (FN) mag zwar die Umfragen meistens anführen, doch dies gilt nur für den ersten von zwei Wahlgängen.

Schlagworte: Frankreich | Wahlen | Kandidaten

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Erschienen in
Welttrends 125 | 2017
Frauen global
72 Seiten

Frankreichs Rohstoffdilemma

Der schwierige Weg zu einer sicheren Rohstoffversorgung

6 Seiten | Autor: Yann Wernert

Lange Zeit konnte sich die französische Industrie auf einen stabilen Rohstoffzufluss verlassen. Die zahlreichen Minen im eigenen Land sowie die intensiven Geschäftsbeziehungen mit ehemaligen Kolonien in Afrika bescherten der Republik die erstrebte Sicherheit und Unabhängigkeit. Der Niedergang des heimischen Bergbaus und der schwindende Einfluss in Afrika machen Frankreich jedoch zunehmend zu schaffen. In den 1990er-Jahren überdeckten niedrige Rohstoffpreise das Problem, erst ab 2010 wurden neue Maßnahmen ergriffen.

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Erschienen in
Welttrends 118 | 2016
Die Gier nach Rohstoffen
72 Seiten

Nach dem 13. November

Die vier Beiträge des zweiten Schwerpunkts zum Vorzugspreis - Dieser Schwerpunkt geht von den Terroranschlägen aus, die am 13. November 2015 in Paris stattfanden. Als Reaktion auf die Attentate wurde in Frankreich der Ausnahmezustand verhängt; der französische Staatspräsident François Hollande sprach nicht mehr nur von der Bekämpfung des Terrorismus, sondern vom Krieg. Dies ist der Hintergrund, vor dem die Beiträge an Überlegungen aus dem Themenschwerpunkt „Krieg ohne Heimatfront?“ (Heft 2/2014) anknüpfen.

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Erschienen in
Berliner Debatte 1 | 2016
Wissen – Macht – Arbeit. Professionen und Wissensberufe im Wandel
154 Seiten