2016

Gewalt im bolivianischen Bergbausektor

Eskalation zwischen Bergbaugenossenschaften und der Regierung

4 Seiten | Autor: Janine Romero

Im August 2016 verschärfte sich in Bolivien die Gewalt zwischen Bergbaugenossenschaften und staatlichen Akteuren. Diese Entwicklung, die seit dem Amtsantritt von Evo Morales im Januar 2006 stetig an Intensität hinzugewann, hat mit dem gewaltsamen Tod des stellvertretenden Innenministers Rodolfo Illanes einen neuen tragischen Höhepunkt erreicht. Der Beitrag skizziert die Entwicklung des genossenschaftlichen Bergbaus und zeigt, wie gefährlich die Konflikte für die politische Stabilität Boliviens sind.

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Der Konflikt in der Westsahara und das Versagen von UNO und EU

5 Seiten | Autor: Mohamed El Mamun Ahmed Brahim

Heute ist die Westsahara die letzte Kolonie Afrikas. Nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien aus der Westsahara beanspruchte Marokko das Territorium an der Atlantikküste Nordwestafrikas. Obwohl die marokkanischen und mauretanischen Gebietsansprüche auf die Westsahara im Oktober 1975 durch ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes zurückgewiesen wurden, marschierte die marokkanische Armee wenige Wochen später ein und annektierte das Gebiet. Seitdem kämpft die Frente Polisario für Unabhängigkeit. Dies wird ohne größeres Engagement von UNO und EU nicht erfolgreich sein.

Schlagworte: Westsahara | Marokko | Konflikt | Polisario

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Zwischen Allianz und Eigenständigkeit

Japans Sicherheitspolitik

5 Seiten | Autor: Simon Schwenke

Japans Sicherheitspolitik befindet sich im Wandel. Viele gehen von einer fortschreitenden Stärkung und Vertiefung des Sicherheitsbündnisses mit den USA aus. Es lassen sich aber auch alte und neue Dynamiken erkennen, die die zukünftige japanische Sicherheitspolitik in eine andere Richtung verändern könnten. Angesichts der zahlreichen Spannungen in Ost- und Südostasien stellt sich die Frage: Quo vadis, Japan?

Schlagworte: Japan | Sicherheitspolitik | USA | China | Militär

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

WeltTrends - Das außenpolitische Journal 121 | 2016

Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit

ISSN 0944-8101 | 72 Seiten

Die riesige Region im Zentrum Eurasiens, bis vor 25 Jahren noch Teil der Sowjetunion, steht heute im Fokus der Weltpolitik. Russland, China, die USA und die EU ringen um Einfluss. Die jungen Staaten Zentralasiens gehen unterschiedliche Wege: von Turkmenistan mit seiner Politik der Selbstisolation über Usbekistan, das sich auf die bilateralen Beziehungen konzentriert, bis zu Kasachstan und Kirgisistan, die Mitglieder des postsowjetischen Integrationsprojekts Eurasische Wirtschaftsunion sind. Weitere im Heft diskutierte Probleme sind eine Bilanz der Außenpolitik Präsident Obamas, die Aufrüstung Japans und die Lage in der Westsahara.

Inhalt

Leben mit der Krise

Was Narrationen offenbaren

12 Seiten | Autor: Rainer Land, Andreas Klärner

Dieser Beitrag legt den konzeptionellen Rahmen des Themenschwerpunkts dar und erläutert, wie individuelle Lebenskonstruktion und soziale Lage im Zusammenhang erforscht werden können. Narrationen offenbaren, wie der Einzelne in einer bestimmten sozialen Lage, die zunächst als gegeben genommen wird, sein eigenes Leben konstruiert, führt und reguliert, ihm einen Sinn gibt. Dabei kann die eigene Lage als unveränderbar, veränderbar oder auch veränderungsnotwendig erscheinen, das eigene Handeln auf Erleiden oder Verändern gerichtet sein, auf das Verändern des Selbst oder das der Umstände. Renitenz, Resignation und Depressionen sind beobachtbar. Soziale Lage und Lebenskonstruktion sind die Bezugspunkte, unter denen die Erzählungen ausgewertet, sortiert und aufgeschrieben wurden. Im Verhältnis von sozialer Lage und Lebenskonstruktion spiegeln sich Gesellschaft und Individuen wechselseitig.

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten

Leben mit der Krise – der komplette Themenschwerpunkt

Die Beiträge des Schwerpunkts erzählen Geschichten von mehr als zwanzig Menschen, die in Armut leben und von sozialstaatlichen Transferleistungen abhängig sind. Die Darstellungen basieren auf Interviews oder Gesprächen, die die Autoren geführt und manchmal durch Beobachtungen oder durch eingesehene Dokumente ergänzt haben. Die Geschichten beschreiben soziale Lagen in einer Krise. Die Krise ist einerseits die Langzeitfolge des Umbruchs in Ostdeutschland, der viele Menschen entwurzelte und die Sozialisationsprozesse der nachfolgenden Generationen behinderte. Nicht alle haben zu einem erfüllten Leben zurückgefunden, viele Jugendliche und junge Erwachsene verließen die Region und ein großer Anteil der Zurückgebliebenen fand keinen erfolgreichen Einstieg in das Erwerbsleben. In einigen Regionen haben Deindustrialisierung und Abwanderung zu massenhafter Erwerbslosigkeit, Verödung der Dörfer und Landstädte und zur Perspektivlosigkeit für vermutlich zwei oder drei Generationen geführt. Die Krise ist aber auch zurückzuführen auf langfristige Transformationsprozesse der kapitalistischen Ökonomien, die durch die Vereinigungsumbrüche verstärkt wurden, längst aber nicht nur in Ostdeutschland zu beobachten sind: der Wandel von einem fordistischen, auf industrieller Produktion beruhenden Wirtschaftsmodell steigenden Wohlstands hin zu einer sich deindustrialisierenden, auf Technisierung und Digitalisierung basierenden Dienstleistungsökonomie, die durch zunehmende Ungleichheit geprägt ist und große regionale Unterschiede und soziale Segregation in ganz Europa verstärkt. / Die Schwerpunktbeiträge im Einzelnen: (1) Rainer Land, Andreas Klärner: Leben mit der Krise. Was Narrationen offenbaren (4-15); (2) Andreas Klärner: Jenseits der Arbeitsgesellschaft. Joachim Wiechert auf der Suche nach Normalität (16-21); (3) André Knabe: Arbeitslos in Panama. Annemarie Kolkowski tut, als ob nichts wäre (22-26); (4) Max Leckert: Nicht vorwärts und nicht zurück. Sabou Abani ist immer noch auf der Flucht (27-29); (5) Sylvia Keim: Alleinerziehend, arbeitslos, perspektivlos? Anne Wegner zwischen Familienmanagement und Erschöpfung (30-34); (6) Stefan Brandt: Arrangements mit und Sinnbezüge zu prekären Erwerbssituationen. Detlef Krug: „Ich kann’s ja doch nich ändern“ (35-39); (7) Hagen Fischer: „Ich muss immer genau wissen, was ich zu tun hab.“ Jürgen Nobel braucht Sicherheit (40-44); (8) Rainer Land: Zwischen Eigensinn und Hilflosigkeit. Lebenskonstruktionen in einer ländlichen Krisenregion (44-60)

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten

Das autoritäre Bewusstsein und der autoritäre politische Flügel in der finanzmonopolistischen Industriegesellschaft

Teil 2

18 Seiten | Autor: Gerd Irrlitz

„In mehreren europäischen Staaten hatten sich seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts autoritäre Bewegungen mit einander analogen politischen und sozialen Programmen gebildet. Sie haben sich inzwischen zu politischen Parteien stabilisiert, die in die Parlamente eingerückt sind. Eine Periode der Koalitionen der traditionellen konservativen und sozialdemokratischen Parteien mit ihnen, später oder früher, steht bevor. Die autoritären Parteien und Organisationen repräsentieren markante Veränderungen im Bild des europäischen Nachkriegskapitalismus.“ Gerd Irrlitz fragt in seinem zweitteiligen Aufsatz nach den Ursachen für die aggressive Ablehnung von Flüchtlingen und Einwanderern durch Pegida und AfD. Gegenüber deren verbreiteter Kennzeichnung als „populistisch“ macht Irrlitz auf die autoritäre Gefahr für die liberale Demokratie aufmerksam. Im zweiten Teil analysiert er Voraussetzungen und Kennzeichen autoritärer Bewegungen und Parteien, wobei er insbesondere auf die ökonomische und soziale Krise der Gegenwart reflektiert.

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Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten

Griechenland, die Flüchtlinge und der neue Populismus in Europa

9 Seiten | Autor: Axel Rüdiger

Worin unterscheiden sich linker und rechter Populismus? Zur Beantwortung dieser Frage vergleicht der Artikel die linke Kritik an der europäischen Schulden- und Austeritätspolitik mit dem rechtspopulistischen Protest gegen die liberale Flüchtlingspolitik, wie sie 2015 von der bundesdeutschen Kanzlerin repräsentiert wurde. Aus der soziologischen Diagnose einer strukturell verschuldeten Gesellschaft verteidigt der Linkspopulismus die allgemeinen und egalitären Werte der demokratischen Ordnung, während der Rechtspopulismus soziale Ressentiments für die partikularen Interessen der Gläubiger mobilisiert. Gleichwohl vermag der Linkspopulismus nur dann eine effektive demokratische Alternative zu entfalten, wenn er sich dem politischen Problem des Klassenkampfes nicht verweigert.

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Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten

Ein neues Geldsystem für eine zukunftsfähige Wirtschaft

15 Seiten | Autor: Sandra Schmidt

Dieser Artikel plädiert für ein neues Geldsystem. Er beginnt mit einer Beschreibung der aktuellen Geldpolitik und zeige ihre Grenzen auf. Auf der Suche nach neuen Handlungsmöglichkeiten bezieht er den breiteren Kontext des Geldsystems ein und diskutiert zentrale Schwachstellen des aktuellen Systems. Anschließend betrachtet er Entwürfe für ein neues Geldsystem, seine Vorteile und mögliche Kritikpunkte.

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten

Eine Soziologie der Drohne

14 Seiten | Autor: Ina Wiesner

Die derzeit geführten fachwissenschaftlichen und öffentlichen Diskurse über Kampfdrohnen bedienen sich vor allem technischer, strategischer, völkerrechtlicher und ethischer Argumente. Noch schweigen Soziologen zu diesem Thema. Dabei können soziologische Analysen zu den Einflussfaktoren auf die Entwicklung und den Einsatz von Kampfdrohnen die Debatte ebenso bereichern wie Betrachtungen über die Auswirkungen von Kampfdrohneneinsätzen auf Individuen, Organisationen und Gesellschaften. Ina Wiesners Beitrag bietet eine umfassende Diskussion der soziologischen Aspekte von Kampfdrohnen. Dies ist nicht nur angebracht vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Praxis der gezielten Tötungen, sondern auch, weil Drohnen als ein Zwischenschritt zu autonomen offensiven Kampfsystemen erscheinen, die die Art des Krieges in der Zukunft verändern werden.

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2016
Leben mit der Krise
160 Seiten