2016

Die Zeit der Großen Reformen in Russland

4 Seiten | Autor: Yann Wernert

Wie viele Seelen jemand besitzt, fragt man auch in den feinen Kreisen der Petersburger Gesellschaft seit 155 Jahren nicht mehr. Die Aufhebung der Leibeigenschaft in der Regierungszeit Alexander II. war Teil der größten Reformen, die im zaristischen Russland zustande kamen. Liberale Gleichgesinnte in regierungsnahen Kreisen nutzten das Momentum der Niederlage im Krimkrieg (1853–1856), um überfällige gesellschaftliche Modernisierungen in die Wege zu leiten. Wirtschaftliche und militärische Schwachstellen fanden sich eng mit Fragen der sozialen Entwicklung verbunden, sodass auch hier gravierende Änderungen erfolgten.

Schlagworte: Russland | Alexander II. | Zar | Krimkrieg

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Islamistische Radikalisierung in Tadschikistan: Eine tatsächliche Bedrohung?

6 Seiten | Autor: Rebekah Tromble

Mit Repressionsmaßnahmen, die mit dem Kampf gegen den islamischen Extremismus begründet werden, wendet sich das Rahmon-Regime gegen die Opposition, verbot auch die Islamische Partei der Wiedergeburt Tadschikistans. Allerdings gibt es kaum Hinweise darauf, dass terroristische Anschläge im eigenen oder anderen Ländern von der Bevölkerung Tadschikistans unterstützt werden. Das harte Durchgreifen gibt Anlass zur Sorge über die autoritären Praktiken des Regimes.

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Zentralasien – Kooperation versus Isolation

In den nunmehr 25 Jahren ihrer Unabhängigkeit ist es zwischen den Staaten Zentralasiens zu keiner umfassenden regionalen Zusammenarbeit oder gar Integration gekommen. Kooperiert wird in erster Linie mit auswärtigen Mächten. Die Autoren analysieren die Ursachen dieses Verhaltens.

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Herausforderungen der Unabhängigkeit

6 Seiten | Autor: Arne C. Seifert

Nach einem Vierteljahrhundert Eigenständigkeit ähneln sich die politischen Prozesse Zentralasiens sowie anderer postsowjetischer Staaten hinsichtlich ihrer Fragilität und Konfliktanfälligkeit. Überwölbende Ursachen dafür sind Defekte ihres Entstehens sowie der Staatsformung, autokratischer Machttypus, wirtschaftliche Schwäche und sozioökonomische Deformationen infolge der Transformation zum Kapitalismus als Sturzgeburt.

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Zentralasien im Spannungsfeld der Geopolitik

6 Seiten | Autor: Bulat Sultanov

Die Ungewissheit in der Weltpolitik nimmt zu. Zu befürchten ist, dass die schädlichen Folgen des „Arabischen Frühlings“ in Gestalt des islamistischen Extremismus auch auf Zentralasien übergreifen. Die Differenzen zwischen Staaten der Region, die Probleme in ihrer Nachbarschaft wie auch die unterschiedlichen Interessen der Großmächte behindern eine Lösung ihrer sozialökonomischen Probleme und eine abgestimmte Außenpolitik.

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Für einen Neustart der EU!

2 Seiten | Autor: Gregor Gysi

Die EU steht heute vor vielen Problemen – ob Flüchtlings-, Finanz- und Eurokrise oder Rechtspopulismus und Brexit. Dank Computer und Handy wissen jetzt die Menschen in Afrika und Nahost, wie wir in Europa leben. Leider ist hier aber das Verständnis für ihre Sorgen und Nöte oft gering. Trotz aller Krisen und Probleme wäre es gefährlich, die Europäische Gemeinschaft zerstören zu wollen. Erforderlich ist ein Neustart.

Schlagworte: EU | Krisen | Neustart

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Gewalt im bolivianischen Bergbausektor

Eskalation zwischen Bergbaugenossenschaften und der Regierung

4 Seiten | Autor: Janine Romero

Im August 2016 verschärfte sich in Bolivien die Gewalt zwischen Bergbaugenossenschaften und staatlichen Akteuren. Diese Entwicklung, die seit dem Amtsantritt von Evo Morales im Januar 2006 stetig an Intensität hinzugewann, hat mit dem gewaltsamen Tod des stellvertretenden Innenministers Rodolfo Illanes einen neuen tragischen Höhepunkt erreicht. Der Beitrag skizziert die Entwicklung des genossenschaftlichen Bergbaus und zeigt, wie gefährlich die Konflikte für die politische Stabilität Boliviens sind.

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Der Konflikt in der Westsahara und das Versagen von UNO und EU

5 Seiten | Autor: Mohamed El Mamun Ahmed Brahim

Heute ist die Westsahara die letzte Kolonie Afrikas. Nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien aus der Westsahara beanspruchte Marokko das Territorium an der Atlantikküste Nordwestafrikas. Obwohl die marokkanischen und mauretanischen Gebietsansprüche auf die Westsahara im Oktober 1975 durch ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes zurückgewiesen wurden, marschierte die marokkanische Armee wenige Wochen später ein und annektierte das Gebiet. Seitdem kämpft die Frente Polisario für Unabhängigkeit. Dies wird ohne größeres Engagement von UNO und EU nicht erfolgreich sein.

Schlagworte: Westsahara | Marokko | Konflikt | Polisario

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Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Zwischen Allianz und Eigenständigkeit

Japans Sicherheitspolitik

5 Seiten | Autor: Simon Schwenke

Japans Sicherheitspolitik befindet sich im Wandel. Viele gehen von einer fortschreitenden Stärkung und Vertiefung des Sicherheitsbündnisses mit den USA aus. Es lassen sich aber auch alte und neue Dynamiken erkennen, die die zukünftige japanische Sicherheitspolitik in eine andere Richtung verändern könnten. Angesichts der zahlreichen Spannungen in Ost- und Südostasien stellt sich die Frage: Quo vadis, Japan?

Schlagworte: Japan | Sicherheitspolitik | USA | China | Militär

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

WeltTrends - Das außenpolitische Journal 121 | 2016

Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit

ISSN 0944-8101 | 72 Seiten

Die riesige Region im Zentrum Eurasiens, bis vor 25 Jahren noch Teil der Sowjetunion, steht heute im Fokus der Weltpolitik. Russland, China, die USA und die EU ringen um Einfluss. Die jungen Staaten Zentralasiens gehen unterschiedliche Wege: von Turkmenistan mit seiner Politik der Selbstisolation über Usbekistan, das sich auf die bilateralen Beziehungen konzentriert, bis zu Kasachstan und Kirgisistan, die Mitglieder des postsowjetischen Integrationsprojekts Eurasische Wirtschaftsunion sind. Weitere im Heft diskutierte Probleme sind eine Bilanz der Außenpolitik Präsident Obamas, die Aufrüstung Japans und die Lage in der Westsahara.

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