Utopiebewusstsein – Formen und Funktionen utopischen Denkens

10 Seiten | Autor: Alexander Neupert-Doppler

In dem Aufsatz werden drei Perspektiven auf das utopischen Denkens zusammengeführt. Zunächst wird die Entwicklung der Formen der Utopie nachgezeichnet, dabei wird zwischen literarischen Roman-Utopien, (früh-)sozialistischen Siedlungs-Utopien und politischen Befreiungs-Utopien unterschieden. In einem zweiten Schritt werden Ansätze zu einer Rehabilitation von Utopie, wie sie im 20. Jahrhundert diskutiert wurden, anhand möglicher Funkionen von Utopie erörtert. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen Utopie als Ausdruck von Kritik und Möglichkeitssinn, als Tradition und als Motivationsquelle. Schließlich wird mit der Frage nach den TrägerInnen utopischen Bewusstseins eine Perspektive eröffnet, wie Utopieforschung mit einem funktionalen Utopiebegriff zur Erforschung sozialer und politischer Bewegungen beitragen könnte.

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Erschienen in
Berliner Debatte 2 | 2016
Die Lücke der Utopie. Kritik, Ermächtigung, Trost
182 Seiten

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