Japan

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges

7. Juli 1937 – Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke

4 Seiten | Autor: Wolfram Adolphi

Am 7. Juli 1937 provozierten japanische Truppen an der Lugouqiao – einer Brücke über den Yongding-Fluss im Beijinger Westen, die in Europa unter dem Namen Marco-Polo-Brücke bekannt ist – einen Zusammenstoß mit chinesischen Soldaten, der sich schnell zu größeren Kampfhandlungen und schließlich zum großen Krieg ausweitete. Es ist müßig, sich an der Frage festzubeißen, ob vielleicht die Chinesen den ersten Schuss abgaben. Viel wichtiger ist die Frage, was die Japaner überhaupt in Beijing (damals: Beiping) zu suchen hatten. Also die Frage nach der Lage in China insgesamt und ihrer Verknüpfung mit der Lage in der Welt.

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Erschienen in
Welttrends 129 | 2017
Frankreich im Umbruch
72 Seiten

Trotz Fortschritten weiterhin benachteiligt

Zur Stellung der Frauen in Nordostasien

8 Seiten | Autor: Sook-Young Ahn

Die Situation der Frauen in Nordostasien hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Frauen bekommen vermehrt Zugang zu Bildung; ihre gesundheitliche Lage und Lebenserwartung haben sich spürbar verbessert. Anders sieht es jedoch im Politischen und Wirtschaftlichen aus. In diesen Bereichen sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen immer noch gewaltig. Dies zeigt der „Global Gender Gap Report 2016“.

Schlagworte: Gleichstellung | China | Japan | Südkorea

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Erschienen in
Welttrends 125 | 2017
Frauen global
72 Seiten

Im Dōjō

Die diskreten Wege japanisch-russischer Vertrauensbildung

5 Seiten | Autor: Peter Linke

Die Zeichen mehren sich: Premier Shinzō Abe will eine Neuausrichtung der japanischen Russlandpolitik – weg von alten Feindbildern, hin zu einer strategischen Partnerschaft. Dies strebt er gegen alle Widerstände zu Hause und in den USA an. Abe scheint bereit zu sein, dafür auch über den eigenen Schatten zu springen. Dies vor allem in der „Territorialfrage“, dem Streit um eine Reihe von Inseln des Kurilenbogens. Das könnte zugleich mit einer Neuausrichtung der russischen Ostpolitik verbunden sein. Der jüngste Putin-Besuch in Japan war dafür sicher ein wichtiger Schritt.

Schlagworte: Japan | Russland | Beziehungen

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Erschienen in
Welttrends 124 | 2017
Neuordnung des Nahen Ostens?
72 Seiten

Zwischen Allianz und Eigenständigkeit

Japans Sicherheitspolitik

5 Seiten | Autor: Simon Schwenke

Japans Sicherheitspolitik befindet sich im Wandel. Viele gehen von einer fortschreitenden Stärkung und Vertiefung des Sicherheitsbündnisses mit den USA aus. Es lassen sich aber auch alte und neue Dynamiken erkennen, die die zukünftige japanische Sicherheitspolitik in eine andere Richtung verändern könnten. Angesichts der zahlreichen Spannungen in Ost- und Südostasien stellt sich die Frage: Quo vadis, Japan?

Schlagworte: Japan | Sicherheitspolitik | USA | China | Militär

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Erschienen in
Welttrends 121 | 2016
Zentralasien – 25 Jahre Unabhängigkeit
72 Seiten

Japan: Rohstoffpolitik im Schatten Chinas

5 Seiten | Autor: John Seaman

Seit den Reformen der Meiji-Zeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Sicherung von Rohstoffen – zum Beispiel Kohle, Erdöl und Eisenerz – eine Priorität japanischer Politiker und Wirtschaftsführer. Die Insellage Japans, die die selbst gewählte Isolation vom Rest der Welt für Hunderte von Jahren möglich gemacht hatte, ist ein schwerwiegender Fluch: Alle für die Industrie notwendigen Rohstoffe sind nur in äußerst knappen Mengen im eigenen Land vorhanden.

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Erschienen in
Welttrends 118 | 2016
Die Gier nach Rohstoffen
72 Seiten

Vergeben und Vergessen?

Südkorea und Japan einigen sich in der Trostfrauenfrage

4 Seiten | Autor: Ralf Havertz

Die Einigung kam plötzlich und unerwartet. Japan und Südkorea schlossen Ende 2015 ein Abkommen in der Trostfrauenfrage. Dies sieht die Zahlung von über 7,5 Millionen Euro an eine dafür zu gründende Stiftung und eine offizielle Entschuldigung seitens des japanischen Ministerpräsidenten Shinzō Abe an die Trostfrauen vor. Offenbar sind beide Seiten aus verschiedenen Gründen an einem Schlussstrich unter dieses Problem interessiert. Ob dieser gelingt, ist jedoch fraglich.

Schlagworte: Südkorea | Japan | Trostfrauen

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Erschienen in
Welttrends 115 | 2016
Lateinamerikas Linke im Abschwung?
72 Seiten

Der Konflikt um Dokdo – Eine koreanische Sicht

5 Seiten | Autor: Sook-Young Ahn

Dokdo ist eine kleine Inselgruppe an der Grenze zwischen Südkorea und Japan. Sie besteht aus zwei größeren Inseln, der Ost- und Westinsel, und 89 kleinen Inseln, von denen die meisten nur ein paar Quadratmeter groß sind. Auf Dokdo bzw. Takeshima, so der japanische Name, wird allgemein in der Einzahl verwiesen. Die Inselgruppe steht seit Ende der japanischen Kolonialherrschaft über Korea unter südkoreanischer Verwaltung. Dennoch erhebt Japan Anspruch auf Dokdo und inszeniert seit geraumer Zeit einen Territorialkonflikt, der das Verhältnis zwischen den Staaten schwer belastet. Im Beitrag wird der Konflikt aus koreanischer Sicht dargestellt.

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Erschienen in
Welttrends 109 | 2015
Maritime Konflikte in Asien
72 Seiten

Streit um die Inseln – Gefahr für den Frieden

Maritime Territorialkonflikte in Ost- und Südostasien

4 Seiten | Autor: Ralf Havertz

Ost- und Südostasien sind reich an zwischenstaatlichen Konflikten. Es geht oft um Gebietsstreitigkeiten über den rechtmäßigen Besitz bestimmter Inseln. Darin sind Staaten wie China, Japan, Vietnam, die Philippinen und Südkorea unmittelbar und die USA mittelbar verwickelt. Diese Konflikte haben in jüngster Zeit deutlich an Brisanz gewonnen. Sie könnten zum Anlass oder Vorwand für Kriege werden, die in manchen Fällen wohl nicht auf die Region zu begrenzen wären.

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Erschienen in
Welttrends 109 | 2015
Maritime Konflikte in Asien
72 Seiten

WeltTrends - Das außenpolitische Journal 109 | 2015

Maritime Konflikte in Asien

ISSN 0944-8101 | 72 Seiten

Maritime Konflikte in Ost- und Südostasien haben in den letzten Jahren an Brisanz deutlich zugenommen. Meist geht es dabei um kahle, felsige Inseln, die aber von hoher geostrategischer Bedeutung sind. Zu den Streitenden gehören nicht nur China, Japan und Südkorea, sondern auch die USA, die ihre besonderen Interessen in der Region verfolgen. Sollte einer dieser Konflikte eskalieren, würden sich die Folgen nicht auf die Region begrenzen lassen. Der Themenschwerpunkt schafft ein besseres Verständnis dieser Territorialstreitigkeiten und macht die Gefahren für den Frieden in Ost- und Südostasien deutlich.

Inhalt

WeltTrends - Zeitschrift für internationale Politik 99 | 2014

Südkorea und seine Nachbarn

ISSN 0944-8101 | 144 Seiten

Keine Gewalt, das war im Herbst 1989 eine der Forderungen. Es blieb ein friedlicher Aufbruch, der eine „andere DDR“ zum Ziel hatte und in ein (wieder-)vereinigtes Deutschland führte. Die Parallelen zwischen der deutschen Situation und jener auf der koreanischen Halbinsel waren in den Zeiten des Kalten Krieges offensichtlich. Nun steht die Frage, ob auch die Lösung der koreanischen Frage dem gewaltfreien Muster der deutschen folgen wird. Zu den Faktoren, die 1989 Gewalt einhegten und friedliche Lösungen beförderten, gehörte sicherlich das internationale Umfeld, vor allem die europäischen Strukturen der KSZE. Das fehlt in Nordostasien. Die Spannungen in dieser Region sind erheblich; nicht nur zwischen Nord- und Südkorea, auch zwischen Südkorea und Japan und auch mit China. Regional übergreifende Strukturen zur Konfliktprävention gibt es kaum. Dieses komplizierte Beziehungsgeflecht ist Thema dieses Heftes, das Ralf Havertz von der Keimyung University in Daegu / Südkorea zusammengestellt hat. Unter schwarzen Flaggen mit weißen arabischen Lettern wird derzeit im Nahen Osten die dortige territoriale Ordnung herausgefordert. Wie mit der religiösen Hybris „Islamischer Staat“ und deren realen sicherheitspolitischen Gefahren umgehen? Dazu bietet der Streitplatz Informationen und Argumente. Im Forum wird die Debatte über die deutsche Außenpolitik fortgesetzt. Trägt die deutsche Politik zu einem „ausbalancierten und demokratischen Europa“ bei, fragen Moritz Laurer und Timo Seidl, die bisher jüngsten Autoren in WeltTrends. Und Wilfried Schreiber, ein Senior Fellow militärpolitischer Analysen, fordert „mehr deutsche Verantwortung“, wenn es um die Lösung von Konflikten in Europa geht, wie in der derzeitigen Ukrainekrise. Dazu verlangt Botschafter a. D. Frank Elbe im Kommentar „Redlichkeit und Empathie“ von der deutschen Diplomatie im Umgang mit Russland und Petra Erler warnt im Zwischenruf vor dem aktuellen Kriegsgeschrei im Westen. Sie erinnert auch an die Mahnungen des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zu Friedensgesprächen, übrigens ein Südkoreaner.

Schlagworte: Südkorea | Nordkorea | China | Japan | Autokratie