Demokratie

Arabischer Frühling und Terrorismus

Analyse einer Nichtbeziehung

9 Seiten | Autor: Hans Joachim Gießmann

Eine Zunahme islamistisch orientierter Terrornetzwerke war in den vergangenen Jahren nicht zu verzeichnen. Das überraschte westliche Kommentatoren. Die sozialen Bewegungen haben sich nicht von den Netzwerken einspannen lassen. Eine Differenz zwischen transnational agierendem Terrorismus und nationalen Demokratiebewegungen ist zu konstatieren. Terrorgruppen mit nationaler Ausrichtung haben in der Region kontinuierlich an Einfluss eingebüßt.

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Erschienen in
Welttrends 83 | 2012
Arabische Brüche
144 Seiten

Gedanken eines „streunenden Hundes“

Libyen nach dem Exil

7 Seiten | Autor: Tareq Bouchuiguir

Afrikas König der Könige ist gestürzt worden – Libyen wird nach dem Sturz Gaddafis von einer Übergangsregierung geführt. Dissidenten, die die Herrschaftspraxis des Revolutionsführers scharf kritisierten und dafür nicht selten mit weitreichenden Repressionen bis hin zum Verlust des Lebens zahlen mussten, begrüßen den politischen Wechsel im nordafrikanischen Staat. Die ehemalige Opposition im Exil, zu der sich der Autor zählt, sieht die Chance für einen Neuanfang endlich gekommen.

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Erschienen in
Welttrends 83 | 2012
Arabische Brüche
144 Seiten

Chancen der arabischen Revolution

Warum unsere politisch Korrekten schweigen sollten

8 Seiten | Autor: Hartmut Elsenhans

Die Hoffnungen des Arabischen Frühlings können verwirklicht werden, wenn für die Bevölkerung rasch Beschäftigungsperspektiven geschaffen werden. Dabei könnte Europa der arabischen Welt helfen, ähnlich wie die asiatischen Tigerländer zu wachsen. Allerdings: Arbeitskräfte sind wegen des Ölreichtums oft zu teuer, Währungen können ohne Zugriff auf landwirtschaftliche Ressourcen nicht abgewertet werden. Der Autor schlägt vor, europäische Nahrungsmittelüberschüsse zur Verfügung zu stellen. Für eine langfristige Kooperation mit der postrevolutionären arabischen Welt müssen westliche Politiker allerdings lernen, gemäßigte Islamisten zu respektieren, und westliche Politologen, politökonomisch zu denken.

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Erschienen in
Welttrends 83 | 2012
Arabische Brüche
144 Seiten

Politischer Frühling?

Ägypten am Scheideweg

9 Seiten | Autor: Thorsten Hasche

Ein Jahr nach dem Sturz Mubaraks zeigt der politische Reformprozess Schwierigkeiten. Der Hohe Rat der ägyptischen Streitkräfte führt noch die Regierungsgeschäfte. Aus den Parlamentswahlen sind nicht die liberalen Bewegungen, die die Proteste getragen haben, als Sieger hervorgegangen, sondern islamistische und salafistische Parteien. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme ist unklar, ob die ausstehende Verfassungsreform zu einem repräsentativeren politischen System führen wird.

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Erschienen in
Welttrends 83 | 2012
Arabische Brüche
144 Seiten

Lackmustest der Jasminrevolution

Tunesien nach den Wahlen

5 Seiten | Autor: Matthieu Voss

In Tunesien begann der arabische Frühling. Mit den ersten freien Wahlen nach 23 Jahren setzte dieses Land im Oktober 2011 weiterhin Maßstäbe für eine ernsthafte demokratische Entwicklung in der Region. In Tunis spürt man den Geist der neuen Freiheit. Aber was bedeutet der klare Sieg der islamistischen Ennahda-Partei für die Zukunft? Wird sich die in den Wahlen sichtbare Spaltung zwischen religiösen und laizistischen Kräften im Land fortsetzen?

Schlagworte: Tunesien | Demokratie | Islam

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Erschienen in
Welttrends 82 | 2012
Autoritarismus Global
144 Seiten

Autoritarismus im 21. Jahrhundert

Gedanken zu einem aktuellen politischen Phänomen

11 Seiten | Autor: Raimund Krämer

Die Mehrheit der Menschen der Erde lebt heute in autoritären Regimen. Wir finden diese Regime in unterschiedlichen Variationen, und dies weltweit. Und selbst dort, wo wir (noch) von Demokratien sprechen können, beobachten wir einen „schleichenden Autoritarismus“. Der Autor formuliert die These von Autoritarismus als globaler Tendenz, erinnert an klassische Definitionen des Autoritarismus und skizziert überblicksmäßig die Erscheinungsformen dieses Regimetyps zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

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Erschienen in
Welttrends 82 | 2012
Autoritarismus Global
144 Seiten

Instabile Demokratien in Lateinamerika

6 Seiten | Autor: Luis E. González

Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Zahl gefestigter Demokratien in Lateinamerika gering. Ende der 1980er Jahre gab es große Erwartungen. Diese sind enttäuscht worden. Die Stabilität der Demokratien ist gering. Die Mehrzahl der Demokratien sind „wenig gefestigt”. Prekäre Lebensverhältnisse, die enttäuschten Erwartungen in die Demokratie, el Desencanto, und die geringe Rechtsstaatlichkeit spielen dabei entscheidende Rollen für die stabile Instabilität.

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Erschienen in
Welttrends 82 | 2012
Autoritarismus Global
144 Seiten

Vom Militärregime zur Musterdemokratie?

Zum politischen System Brasiliens

10 Seiten | Autor: Sven Schuster

Brasilien ist in die Riege der Global Player aufgestiegen. Sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich ist das größte Land Südamerikas zu einem Vorbild in der Region geworden. Politisch – insbesondere für das Parteiensystem und die Legislative – gilt das jedoch nur bedingt. Hier offenbaren sich strukturelle Probleme, deren Ursachen weit zurückreichen.

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Erschienen in
Welttrends 85 | 2012
Brasilien – Land der Gegensätze
144 Seiten

Sozioökonomische Inklusion

Neue linke Sozialpolitik

8 Seiten | Autor: Claudia Zilla

Die rote Welle Lateinamerikas hat Brasilien längst erreicht. Unter den linken Regierungen von Lula bis Dilma wird im neuen Millennium ein Schlagwort zur Devise einer neuen Sozialpolitik: Armutsbekämpfung. Doch wie erfolgreich ist der Ansatz einer sozioökonomischen Inklusion? Die Autorin gibt Einblick in das brasilianische Modell und stellt es in den Kontext neuerer Demokratiedebatten in Lateinamerika.

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Erschienen in
Welttrends 85 | 2012
Brasilien – Land der Gegensätze
144 Seiten

Demokratischer Frühling in Tunesien

Replik zur Ausgabe „Arabische Brüche“

3 Seiten | Autor: Elyes Ghariani

Der berühmte tunesische Dichter Aboul Kacem Chebbi (1909-1934) hat gesungen: „Wenn eines Tages das Volk leben will, kommt das Schicksal nicht umhin, zu antworten.“ Auf seine Dichtkunst antworten die Tunesier heute mit der Revolution der Freiheit und der Würde. Die Jasmin-Revolution stellt zweifellos eine historische Wende für Tunesien dar. Nach einigen heroischen Kampftagen, ohne Furcht vor Repression und ohne ideologische Inflation, haben Tunesier mit allen sozialen Hintergründen – aber vor allem jungen Leute – eine brutale, korrupte, für ein kulturreiches Land beschämende Diktatur gestürzt. Die Jasmin-Revolution hat den Weg für eine strahlende Zukunft in Tunesien und in der Region frei gemacht. Die tunesische Revolution führte zum Arabischen Frühling. Die Forderung des tunesischen Volkes nach Demokratie, Freiheit und Würde ist weiteren Völkern der Region zur Inspirationsquelle geworden, die sich somit trauten, ihre berechtigten Forderungen zum Ausdruck zu bringen.

Schlagworte: Tunesien | Islam | Demokratie

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Erschienen in
Welttrends 85 | 2012
Brasilien – Land der Gegensätze
144 Seiten