An einen Besuch bei Lothar Kühne habe ich fast keine Erinnerung

2 Seiten | Autor: Olaf Weber

Der Weimarer Ästhetiker und Architekturtheoretiker Olaf Weber berichtet von einem Besuch bei Lothar Kühne. Er beschreibt in seinem Erinnerungstext, dass Kühnes Büroräume an der Humboldt-Universität auffallend „ungestaltet“ waren, ohne erkennbare ästhetische Intentionen. Nichts von der Neuen Intimität der funktionalen Gestaltung, von der bei Kühne zu lesen war. Auf den zweiten oder dritten Blick, so Weber, musste das Ungestaltete des Raumes jedoch als Wesenhaftes auffallen: „Das war ein programmatisches Gesellschaftsmodell in der Gestalt eines Raumes.“ Ausgehend von dieser irritierenden Beobachtung wirft Weber ein Schlaglicht auf die damalige Aura Kühnes und auf dessen Funktionalismus.

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Erschienen in
Berliner Debatte 2 | 2019
Die Ästhetik des Kommunismus – Lothar Kühne
148 Seiten

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