Die Wiederentdeckung schlafender Alternativen in der Rechtslehre

Der Begriff „Aktiengesellschaft“

8 Seiten | Autor: Philipp Klages

Durch die Internationalisierung der Kapitalmärkte haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für börsennotierte Aktiengesellschaften dramatisch verändert. Die Großunternehmen agieren in einem Umfeld, das zunehmend von Marktkräften beherrscht wird. Die Barrieren, welche den Markt für Unternehmenskontrolle außer Kraft gesetzt hatten, sind weitgehend erodiert. Dadurch ist die Gefahr einer feindlichen Übernahme für zu niedrig bewertete Unternehmen zu einer realen Bedrohung geworden. Die Großbanken haben große Teile ihrer Industriebeteiligungen abgestoßen und sich aus zahlreichen Aufsichtsräten zurückgezogen. Als Eigentümer wurden sie in vielen Fällen von angloamerikanischen Portfolioaktionären abgelöst, die den finanziellen Anlagezielen im Kreise der Anlegerschaft größeres Gewicht verleihen. Die Manager deutscher Großunternehmen sind durch den Rückzug der Banken in größere Abhängigkeit von den Eigenkapitalgebern geraten und sehen sich in stärkerem Maße mit deren Renditezielen konfrontiert.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2007
Unternehmen zwischen Aktionärsinteresse und sozialer Verantwortung
192 Seiten

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