Politik

Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung

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Heftnummer: 
4

Was bedeutet es, dass politische Entscheidungen als „alternativlos“ dargestellt werden, wo doch zugleich in der Postmoderne gerade ein Überangebot an Alternativen zu bestehen scheint? In der scheinbaren Gleichzeitigkeit von Erstarren und Beliebigkeit der politischen Leitlinien besteht eine der zentralen Herausforderungen der zeitgenössischen politischen Philosophie und Theorie. Der Schwerpunkt dieses Heftes befasst sich damit, die gegenwärtigen Optionen politischen Denkens auszuleuchten. Politisches Denken entsteht unter schwierigen, scheinbar paradoxen Bedingungen. Die einzelnen Beiträge...

Jugend und Revolte im "Arabischen Frühling"

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4

Trotz ihrer entscheidenden Rolle und aktiven Beteiligung in den Protestbewegungen in Nordafrika und im Nahen Osten und insbesondere in den Ländern, in denen die alten Regime gestürzt wurden (Tunesien, Ägypten, Libyen) ist die junge Generation in den neuen politischen (Un-)Ordnungen, politischen Institutionen, Parteien oder Entscheidungsprozessen kaum oder gar vertreten. In den anderen Ländern des südlichen und östlichen Mittelmeerraums (z.B. in Marokko, Algerien, Jordanien) fühlt sich die Jugend ebenfalls nicht genügend repräsentiert und die Partizipationsmöglichkeiten bleiben begrenzt....

Krieg ohne Heimatfront?

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2

„Der Krieg findet nicht statt“ – Baudrillards Diktum zum Ersten Irakkrieg im Jahr 1991 scheint eine durchaus zutreffende Charakterisierung westlicher Kriege nach dem Kalten Krieg zu sein. Militärische Konfrontationen, so scheint es, haben sich in den zwei Jahrzehnten nach Ende des Kalten Krieges zunehmend von der Oder-Neiße-Grenze an den Hindukusch verlagert. Doch es ist nicht nur die geographische Distanz, durch die der Krieg in den westlichen Gesellschaften immer mehr aus dem öffentlichen Bewusstsein rückt. Vielmehr tragen zunehmend diffuse Feindbilder, die Transformation der medialen...

Postdiktatorische Räume

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2

Im Sommer 2012 debattierte das Madrider Abgeordnetenhaus einen Antrag der Partei Izquierda Unida (IU, Vereinigte Linke) über die Schaffung eines Museo de la Memoría Democrática (Museum der demokratischen Erinnerung) in der spanischen Hauptstadt. Die Realisierung dieses Museums, welches u.a. den Opfern des Franquismus gewidmet sein sollte, wurde mit den Gegenstimmen der rechtskonservativen Partido Popular (PP, Volkspartei) mit der Begründung abgelehnt, dass “nach vorne geschaut werden [müsse] anstatt die Spanier zu spalten, alte Wunden aufzureißen, die Geschichte zu verzerren, und damit den...

Populismus

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1

Wenige Dinge erregen gegenwärtig so viel Aufmerksamkeit wie der in den modernen Demokratien auftretende Populismus. Das wachsende Interesse an diesem Thema geht mit der Einschätzung Hand in Hand, Populismus stelle einen gefährlichen Trend dar, der mittels der sogenannten Verteidigung der Volkssouveränität problematische Ziele – wie etwa die Exklusion ethnischer Minderheiten – verfolgt. Andererseits kann Populismus auch als demokratisches Korrektiv verstanden werden, indem er gesellschaftlichen Gruppen, die sich von den politischen Eliten nicht repräsentiert fühlen, eine Stimme gibt.

Autokratie Heute

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Heftnummer: 
3

Während das 20. Jahrhundert sich seinem Ende neigt, regieren gewählte Amtsträger mehr Länder als zu irgendeinem früheren Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte. Mit überraschender Häufigkeit erfolgten während der vergangenen zwanzig Jahre Demokratisierungen. Enthusiastische und faszinierte Beobachter schenkten dem Thema große Aufmerksamkeit. Dieser Aufsatz fasst zusammen, was wir seither über solche Regimewechsel gelernt haben und trägt einen theoretischen Ansatz vor, der einer Reihe augenscheinlich disparater Befunde einen gemeinsamen Sinn gibt.

Internationale Politik im Wandel

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Heftnummer: 
1

<p>Zwischen der ersten und der letzten dieser programmatischen Aussagen liegen zwei Jahrzehnte. In diesem Zeitraum stieg Japan zur zweitgrößten Industrienation der Welt auf, wurde zu einem global wirksamen Wirtschafts- und Finanzzentrum, etablierte sich als Gravitationszentrum regionaler Wirtschaftsverflechtung im Pazifik. Ist Japan also auf dem Weg vom Wirtschaftsriesen zur politischen Macht? Wird Japan als neue „zivile“ Macht kontinuierlich in eine angemessene globale Verantwortung hineinwachsen?</p>

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