Europa

WeltTrends - Zeitschrift für internationale Politik 54 | 2007

Identität Europa

ISBN 978-3-939469-61-2 | ISSN 0944-8101 | 192 Seiten

Gibt es eine europäische Identität? Wie kann diese gemessen werden? In welche Richtung entwickelt sie sich? Diese Fragen geht der neue Themenschwerpunkt von WeltTrends nach. Die kulturelle Identität der Europäer bleibt in jedem Falle vielgestaltig: lokal, regional oder national. Im Streitplatz beginnt WeltTrends mit einer neuen Debatte zur deutschen Militärpolitik. Die Bundeswehr stolpert ohne Konzept von einem Auslandseinsatz zum anderen. Wir wollen dazu beitragen, offen die deutschen sicherheitspolitischen Interessen zu diskutieren und mögliche Konsequenzen für die praktische Militärpolitik abzuleiten.

Schlagworte: Europa | EU | Identität | Regionen

WeltTrends - Zeitschrift für internationale Politik 52 | 2006

Deutsche Ostpolitik

ISBN 978-3-939469-33-9 | ISSN 0944-8101 | 192 Seiten

Brauchen wir eine deutsche Ostpolitik? Nachdem ein Großteil der Staaten Mittel- und Osteuropas zur EU gehören, steht die Herausforderung an deutsche Politik, die Beziehungen zu unseren östlichen Nachbarn neu zu gestalten. Ein Nachdenken über die deutsche Ostpolitik ist von Nöten. WeltTrends setzt mit dieser Ausgabe die Debatte zur deutschen Ostpolitik vergangener Hefte fort. Im „Forum“ wird eine Bilanz Rot-Grüner Außenpolitik gezogen und über Deutschlands internationale Kompetenz diskutiert. Ein Gespräch über Indiens Rolle in der Welt rundet die WeltTrends-Herbstausgabe ab.

Bulgarien in der EU – Europas „Kyrillisierung“?

18 Seiten | Autor: Hilmar Walter

Als die Aufnahme Bulgariens in die EU bevorstand, wurde in der Presse häufig darüber geschrieben, dass neben dem griechischen nun auch das kyrillische Alphabet in die Union Einzug hält. Bei der Vorbereitung auf den Eintritt Bulgariens hatte die bulgarische Regierung eine Erklärung zu dem Vertrag unter der Überschrift »Deklaration der Republik Bulgarien bezüglich der Nutzung des kyrillischen Alphabets in der Europäischen Union« mit folgendem Wortlaut hinzugefügt: „Mit der Anerkennung der bulgarischen Sprache als authentische Vertragssprache und auch als offizielle und Arbeitssprache, die in den Institutionen der Europäischen Union verwendet wird, wird die kyrillische Schrift (Kyrilliza) zu einem der drei Alphabete, die offiziell in der Europäischen Union benutzt werden. Dieser wesentliche Teil des kulturellen Erbes Europas stellt einen spezifischen bulgarischen Beitrag zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt der Union dar.“ Manche Publikationen in den deutschsprachigen Medien zeugen von Objektivität und Toleranz, wie z. B. ein längerer Text des österreichischen Standard („EU bekommt durch Beitritt Bulgariens drittes Alphabet“, 30.12.2006). Es wurde allerdings auch geringere Akzeptanz geäußert. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung las man eine dramatisierend aufbauschende Überschrift: „Die Kyrillisierung Europas“, nach ein paar Tagen gefolgt von „Balkantiger auf dem Sprung“. Aufhänger war der Disput, die der damalige bulgarische Minister Nikolaj Vasilev mit der Europäischen Zentralbank über einen kyrillischen Aufdruck auf den Euronoten führte, der nicht „Euro“ sondern „евро (evro)“ lautet, wie es auch in anderen slawischen Ländern für die Währung der Eurozone üblich ist. Vasilev hat unter Berufung auf die Statuten der EU den Disput gewonnen. Deshalb gibt es nun inzwischen 5- und 10-Euronoten mit dem kyrillischen Aufdruck „евро“.

Schlagworte: Europa | Slawistik | Byzanz

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Erschienen in
Kultursoziologie 3 | 2014
Vergessene Programme
110 Seiten

Kultursoziologie 3 | 2014

Vergessene Programme

ISSN 0944-8101 | 110 Seiten

Die Geschichte der Kulturwissenschaften, insbesondere die der Kultursoziologie, ist geprägt von Defiziten. Nicht wenige Autoren, die als Klassiker des Fachs gelten dürften, und originelle Ansätze vergangener Jahrhunderte sowie unterschiedlichster Herkunft fristen angesichts kurzlebiger akademischer Moden bestenfalls ein Schatten- oder Fußnotendasein – zu Unrecht. Vergessene Programme stehen im Zentrum der aktuellen »Kultursoziologie«. Besonders im Fokus: die Arbeiten von Alfred Weber, Wilhelm Ostwald und Friedrich Ratzel.

Inhalt

WeltTrends - Zeitschrift für internationale Politik 100 | 2015

Polen in Europa

ISSN 0944-8101 | 144 Seiten

Bei unseren östlichen Nachbarn werden derzeit mehrere Jubiläen zelebriert: 25 Jahre politischer Umbruch, 15 Jahre Mitgliedschaft in der NATO und 10 Jahre in der EU. WeltTrends nimmt diese geballte Zahlenmagie zum Anlass, Polen zum Thema zu machen. Heft 100 gewährt einen Einblick in die aktuellen außenpolitischen Diskurse in Polen: Sei es zum Verhältnis zur EU, zu den USA oder zu Russland. Natürlich geht es dabei stets auch um das Verhältnis zu Deutschland und ob die Anfang der 1990er Jahre proklamierte „strategische Interessengemeinschaft“ zu einer tatsächlichen Partnerschaft geworden ist.

Schlagworte: Polen | Europa | EU | Deutsche Außenpolitik

Erinnern an die friedliche Koexistenz

2 Seiten | Autor: Heinz Theisen

Die westliche Außenpolitik beruht auf dem Glauben an die Universalität von Demokratie und Menschenrechten. Die verschiedenen Weltkulturen und die ihnen zugehörigen Weltmächte definieren sich aber nicht nach einer universalen, sondern nach unterschiedlichen Werteordnungen, in denen Rechte und Pflichten, Individualität und Kollektivität, Mensch und Gott in unterschiedlichen Rangordnungen zueinander stehen. Der westliche Universalismus wird von anderen Werteordnungen als Provokation empfunden und treibt deren Fundamentalismus und den Kampf der Kulturen voran.

Schlagworte: Ukraine | Krimkrise | Russland | Europa

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Erschienen in
Welttrends 97 | 2014
Ressource Macht Staat
144 Seiten

Jenseits des Rubikon

2 Seiten | Autor: Wolfgang Schwarz

Wer internationalen Krisen künftig präventiv erfolgreicher begegnen will, der muss den Ursachen der jüngsten um die Ukraine ohne Scheuklappen und doppelte Standards auf den Grund gehen. Während internationaler Krisen neigen die Akteure praktisch aber leider nie zur Analyse und auch später nur ausnahmsweise. Es ist aber schon vorgekommen: nach dem 13. August 1961, als sich ein Teil der SPD-Führung durchrang, die Beziehungen zur Sowjetunion durch ein neues Prisma zu betrachten und den seit 1945 in immer neuen Varianten ausgelatschten Trampelpfad der Konfrontation gegenüber Moskau zu verlassen.

Schlagworte: Ukraine | Krimkrise | Russland | Europa

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Erschienen in
Welttrends 97 | 2014
Ressource Macht Staat
144 Seiten

Sicherheit statt Frieden

Zur Rede von Bundespräsident Gauck auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz

7 Seiten | Autor: Conrad Schetter

Die Rede von Bundespräsident Gauck zur Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 hat ein kontroverses Echo ausgelöst. Von den einen als wegweisend für Deutschlands zukünftige Rolle in der Welt gelobt, wird sie von anderen als Plädoyer für militärisches Engagement gegeißelt. Der Beitrag setzt sich kritisch mit der „realistischen“, sicherheitspolitischen Logik auseinander, die hinter Gaucks Rede zu stecken scheint, und wirbt für eine stärkere Berücksichtigung von Erkenntnissen der Friedens- und Konfliktforschung.

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Erschienen in
Welttrends 96 | 2014
Deutsche Außenpolitik kontrovers
144 Seiten

Über die Kunst des Möglichen

Ein Plädoyer für Mitteleuropa

2 Seiten | Autor: Tomáš Kafka

Mitteleuropa ist ein Begriff, an dem sich die Geister scheiden. Er fasziniert so stark, dass wir oft vergessen, ihn produktiv zu nutzen. Sicher, auf dem Begriff lastet Geschichte: Für manchen ist es der Ort der „Vertreibung aus einem kulturellen Paradies“, für andere ist Mitteleuropa eine zeitlose „Oase“, nach wie vor zuverlässige Zuflucht vor jeder historischen Frustration. Gewiss, Mitteleuropa kommt nicht ohne Geschichte aus, aber bitte nicht übertreiben. Es könnte den falschen Eindruck vermitteln, als ob es in der Gegenwart keinen Platz für Mitteleuropa mehr gebe. Um Mitteleuropa „gegenwärtsfähig“ zu machen, müsse die Vergangenheit zunächst an-, durch- und auch noch ausdiskutiert werden. Erst dann würde der „vernachlässigten Vergangenheit“, die weder vergehen kann noch darf, Genüge getan. Erst dann würde die starke Nabelschnur zwischen Mitteleuropa und der Vergangenheit etwas gelockert. Aber das wahre Leben hat sich bereits in den mitteleuropäischen Diskurs geschlichen. Es geschah um den Preis einer geopolitischen Spaltung unserer Region entlang der Zeitachse.

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Erschienen in
Welttrends 59 | 2008
EU-Außenpolitik nach Lissabon
160 Seiten

Belarus von außen demokratisieren?

6 Seiten | Autor: Heinz Timmermann

Auch wenn der belarussische Präsident Lukaschenko gern das Gegenteil behauptet: Das westeuropäische Interesse an Belarus ist in den letzten Jahren gewachsen. Wie aber kann der Westen sich für demokratischen Wandel in Belarus engagieren, Machtkonstellationen von außen aufweichen und eine erfolgreiche Verflechtung von innerer Transformation und Förderung von außen erreichen?

Schlagworte: Belarus | Demokratie | Europa

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Erschienen in
Welttrends 61 | 2008
Widerstand und Wandel - Soziale Bewegungen in Süd- und Mittelamerika
144 Seiten