Demokratie

Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung

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Heftnummer: 
4

Was bedeutet es, dass politische Entscheidungen als „alternativlos“ dargestellt werden, wo doch zugleich in der Postmoderne gerade ein Überangebot an Alternativen zu bestehen scheint? In der scheinbaren Gleichzeitigkeit von Erstarren und Beliebigkeit der politischen Leitlinien besteht eine der zentralen Herausforderungen der zeitgenössischen politischen Philosophie und Theorie. Der Schwerpunkt dieses Heftes befasst sich damit, die gegenwärtigen Optionen politischen Denkens auszuleuchten. Politisches Denken entsteht unter schwierigen, scheinbar paradoxen Bedingungen. Die einzelnen Beiträge...

Autokratie Heute

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Heftnummer: 
3

Während das 20. Jahrhundert sich seinem Ende neigt, regieren gewählte Amtsträger mehr Länder als zu irgendeinem früheren Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte. Mit überraschender Häufigkeit erfolgten während der vergangenen zwanzig Jahre Demokratisierungen. Enthusiastische und faszinierte Beobachter schenkten dem Thema große Aufmerksamkeit. Dieser Aufsatz fasst zusammen, was wir seither über solche Regimewechsel gelernt haben und trägt einen theoretischen Ansatz vor, der einer Reihe augenscheinlich disparater Befunde einen gemeinsamen Sinn gibt.

Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie neu lesen

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Heftnummer: 
4

<p>Es gibt verschiedene Definitionen eines Klassikers, personen- und werkbezogene, jene zum Beispiel, wonach ein Werk diesen Status erlangt, wenn es nach 50 Jahren noch gedruckt und gelesen wird. Nimmt man diese Bestimmung, dann ist Schumpeters Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (im Folgenden auch als KSD abgekürzt) zweifellos ein Klassiker. Weitaus skeptischer hat sich Niklas Luhmann zu Klassikern geäußert: Er behauptet, dass der Klassikerstatus sozialwissenschaftlichen Büchern dann verliehen wird, wenn ihre Zeitdiagnose überholt ist und man andere Gründe finden muss, um sich...

Demokratie zwischen Bürgertugend und Bürgerbewegung

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Heftnummer: 
1

<p>Man heißt ihn den Patriarchen der europäischen Philosophie, und sein Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ (bis jetzt noch nicht in der UdSSR erschienen) nennt man die Bibel der liberalen Demokratie. In ihr wird die „Unausweichlichkeit des Kommunismus“ wissenschaftlich widerlegt. In der Sowjetunion stand dieses Buch ganz oben auf der Liste der dem historischen Materialismus feindlich gesonnenen Werke; es zu lesen war verboten. Man hat sich so sehr daran gewöhnt, Popper als Klassiker zu betrachten, daß man sogar an europäischen Universitäten mitunter nicht weiß, daß er...

Das neue Antlitz des Sozialismus

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1

<p>Von Friedrich Engels stammt der bedeutungsschwere Satz, daß eine gesellschaftliche Klasse, sobald, sie zur Herrschaft gelangt ist, beginnt, "die Gesellschaft nach ihrem Bilde umzugestalten". Das ist in zweierlei Hinsicht zu deuten. Es kann meinen, es gebe nur ein Bild, ein Konzept, dem die soziale Handlung künftig uneingeschränkt zu dienen habe. Und das geht konform mit der bislang geläufigen Deutung dieses Satzes. Unschwer aber erkennt man die zweite mögliche Interpretation: Die Metapher "Bild" steht danach für eine Gesamtheit von im einzelnen recht...

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