Friedens- und Konfliktforschung

Forschen für den Frieden

Interview mit Michael Brzoska

5 Seiten | Autor: Heike Imhof-Rudolph, Gerry Woop

WeltTrends sprach mit Michael Brzoska, dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) über den Anspruch und die Möglichkeiten der Stiftung, das Verhältnis von Politik und Wissenschaft, die Position der Friedensforschung im außenpolitischen Diskurs und das Nischendasein ziviler Krisenprävention.

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Erschienen in
Welttrends 74 | 2010
Vergessene Konflikte
144 Seiten

Krieg und Frieden am Horn von Afrika

5 Seiten | Autor: Stefan Brüne

Arm, voller Gewalt, chronisch instabil – das Horn von Afrika zählt zu den unterentwickelten und konfliktträchtigsten Gegenden der Welt. Regionalen Akteuren misslingt die Befriedung ebenso wie den Intervenierenden der internationalen Gemeinschaft. Dem Abgesang auf einen Teil des „verlorenen Kontinents“ stehen allerdings Entwicklungen entgegen, die Anlass zur Hoffnung bieten.

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Erschienen in
Welttrends 75 | 2010
Exit Afghanistan
144 Seiten

Auf der Intensivstation

Ist der Atomwaffensperrvertrag noch zu retten?

5 Seiten | Autor: Wolfgang Kötter

Der Patient Atomwaffensperrvertrag ist in einem kritischen Zustand. Die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen, die er ursprünglich verhindern sollte, nahm in den letzten Jahrzehnten sogar zu. Nun gilt es, den Weg frei zu machen für nukleare Abrüstung und auch bisherige Außenseiter mit ins Boot zu holen. Der Patient ist noch nicht tot, sein Leben hängt jedoch am seidenen Faden.

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Erschienen in
Welttrends 74 | 2010
Vergessene Konflikte
144 Seiten

Verbot biologischer Waffen stärken! 40 Jahre BW-Konvention

5 Seiten | Autor: Hubert Thielicke

Am 10. April 1972 wurde in den Hauptstädten der drei Depositäre Großbritannien, UdSSR und USA die Konvention über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) und Toxinwaffen und über ihre Vernichtung (BW-Konvention) zur Unterzeichnung aufgelegt. Sie stellt nicht nur die erste weltweite Abrüstungsmaßnahme dar, sondern verbietet auch eine komplette Kategorie von Massenvernichtungswaffen und verhindert präventiv den militärischen Missbrauch wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biowissenschaften. Die Konvention trat am 26. März 1975 in Kraft. Heute gehören ihr 165 Teilnehmerstaaten an.

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Erschienen in
Welttrends 84 | 2012
Ernährung garantiert?
144 Seiten

Drohnen

The Smart Art of Killing?

2 Seiten | Autor: Wolfgang Schwarz

Das Pro und Contra hinsichtlich bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr schwelte hierzulande bereits seit Längerem, als Bundesverteidigungsminister de Maizière 2012 mit einem befürwortenden Plädoyer aus der Deckung trat und solche Kampfmaschinen als „ethisch neutral“ einstufte. Inzwischen könnte – ohne Einbeziehung des Parlaments – eine Entscheidung der Bundesregierung gefallen sein. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei hieß es, „dass eine durchhaltefähige bewaffnete Aufklärung […] als Schutz bei plötzlich auftretenden gravierenden Lageänderungen unbedingt erforderlich ist“ (Hervorhebung W. S.).

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Erschienen in
Welttrends 89 | 2013
Russland und Wir
144 Seiten

Ohne Wertekompass in der Außenpolitik

Eine Kritik an der Regierung Merkel

2 Seiten | Autor: Claudia Roth

Was der überaus schwammige schwarz-gelbe Koalitionsvertrag von 2009 befürchten ließ, ist gegen Ende der Legislaturperiode vielfach bestätigte Gewissheit: Das Prinzip der Regierung Merkel heißt Prinzipienlosigkeit. Nicht nur auf allen wichtigen Politikfeldern in Deutschland, sondern auch in der EU und international. An der Macht sein, an der Macht bleiben – das ist das einzig verlässliche Projekt der Regierung Merkel. Darunter hat auch die Außenpolitik gelitten. Das Auswärtige Amt unter Westerwelle hat dramatisch an Bedeutung verloren. Die Rolle des Ministers erschöpft sich immer mehr im Händeschütteln vor laufenden Kameras. Aufgrund der Orientierungslosigkeit der Regierung konnte Deutschland die international vorhandenen Spielräume für eine gestalterische Außenpolitik nicht länger nutzen.

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Erschienen in
Welttrends 89 | 2013
Russland und Wir
144 Seiten

Selbstbegrenzung und Selbstbehauptung des Westens

6 Seiten | Autor: Heinz Theisen

Lange vor Samuel Huntington hat der Ethnologe Claude Lévi- Strauss zunehmende Kämpfe zwischen den Kulturen vorhergesehen. Gegenseitige Toleranz sei theoretisch möglich, jedoch nur unter den Bedingungen „relativer Gleichheit“ und „hinreichender Distanz“. Beide Bedingungen sah er am Ende seines Lebens insbesondere hinsichtlich der westlichen und der islamischen Welt als nicht gegeben an. Jede dieser Kulturen enthalte eine Eigenlogik und Selbstbewertung, die sich durch die Nähe der anderen Kultur bedroht fühle. Seine düstere Prognose lautet: Da es unmöglich sei, sich mit anderen zu vermengen und gleichzeitig mit sich identisch zu bleiben, da der Mechanismus gegenseitiger Abstoßung nicht außer Kraft zu setzen ist und Vermengungen der Kulturen schon aus demografischen Gründen zunehmen, stehen uns interkulturelle Feindschaften ins Haus, wie es sie bislang nicht gegeben hat. Die offenkundige Unlösbarkeit der Kulturkonflikte im Nahen Osten schwebt wie ein düsteres Menetekel über einem Europa, das sich durch demografische Veränderungen auf dem Weg zu einem multikulturellen Kontinent befindet.

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Erschienen in
Welttrends 89 | 2013
Russland und Wir
144 Seiten

Von scharfen und unschar fen Grenzen

Europa gehört nicht zu Afghanistan

4 Seiten | Autor: Christoph Sebastian Widdau

Eingedenk des kulturalistischen Paradigmas von Lévi-Strauss und Huntington sowie der Ablehnung von westlichem Interventionismus und EU-Erweiterungspolitik spricht sich Theisen in seinem Beitrag „Selbstbegrenzung und Selbstbehauptung des Westens“ für dessen geordneten Rückzug angesichts sich abzeichnender weltpolitischer Konfliktlinien, die letztlich als kulturelle zu begreifen seien, aus. Der Beitrag kann als Appell an die Politikelite des Westens interpretiert werden, sich in vernünftiger Selbstbestimmung realpolitisch zu orientieren, um sich im Weltgefüge nicht vollends zu entmachten. Selbstbescheidenheit sei angezeigt. Der Versuch, eigene kulturelle Werte zu exportieren, sei gescheitert. Meine Absicht besteht weder darin, der Politikelite des Westens zu raten, sich dem Appell zu fügen, noch darin, ihr zu raten, sich dem Appell zu verweigern. Angesichts der Brisanz des Appells gilt es zunächst, sich der Bedingungen der Entscheidungsfindung behutsam zu vergewissern. Insofern werde ich in einem ersten Schritt einem Herkunftssinn des Begriffs Replik zu entsprechen suchen: Theisens Argument gegen den westlichen Kulturexport soll auf seine wesentlichen Punkte gebracht und wieder aufgerollt werden. Die möglichst präzise Kenntnis eines appellativ forcierten Arguments ist notwendig, um ihm folgen oder nicht folgen zu können – nicht nur „logisch“, sondern eventuell auch praktisch. In einem zweiten Schritt schließen sich Fragen zu einem Problem an, das in dem Argument besteht und das ich mit dem Begriff des Doppelschnellschusses bzw. Doppelschnellschlusses fasse.

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Welttrends 89 | 2013
Russland und Wir
144 Seiten

Verbot chemischer Waffen!

20 Jahre CW-Konvention

5 Seiten | Autor: Hubert Thielicke

Am 13. Januar 1993 wurde in Paris die Konvention über das Verbot der chemischen Waffen (CW-Konvention) unterzeichnet; am 29. April 1997 trat sie in Kraft. Derzeit gehören ihr 188 Staaten an, während noch acht außerhalb des Verbotsregimes stehen. Bisher wurden etwa 78 Prozent der deklarierten CW-Vorräte unter internationaler Kontrolle vernichtet. Damit kam es nach der BW-Konvention zum kompletten Verbot einer weiteren Art von Massenvernichtungswaffen.

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Erschienen in
Welttrends 89 | 2013
Russland und Wir
144 Seiten