Gregor Ritschel

Big Data als Theorieersatz?

8 Seiten | Autor: Gregor Ritschel, Thomas Müller

Seit einigen Jahren lässt sich ein regelrechter Medienhype um „Big Data“ beobachten. Neonfarbene Nullen und Einsen rauschen, als Sinnbild allgegenwärtiger, aber schwer erfahrbarer Datenströme, über Zeitschriftencover oder Fernsehschirme. Jene Bilderwelt zeugt von Neugier, aber auch von einer gewissen Hilflosigkeit. Wirtschaft, Politik, Alltagskommunikation, Öffentlichkeit, Kultur und Sport – all das wird von Big Data Schritt für Schritt durchdrungen. Doch was bedeutet Big Data für Wissenschaft und Forschung, vor allem: für die Sozial- und Geisteswissenschaften? Diese Frage steht im Mittelpunkt des vorliegenden Themenschwerpunkts. Einleitend diskutieren Gregor Ritschel und Thomas Müller die provokante These ,wonach die von Algorithmen aufbereitete Suche nach Korrelationen die alte Welt der Theorie hinter sich gelassen habe. Kann heute die Realität in Echtzeit erfasst werden? Sprechen digitale Daten für sich? Und wie verschieben sich Macht und Mittel in den Sozial- und Geisteswissenschaften?

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2016
Big Data als Theorieersatz
146 Seiten

Big Data als Theorieersatz

Die sieben Beiträge des Schwerpunkts zum Vorzugspreis - Big Data ist zum Schlagwort für das Sammeln und Auswerten enormer Datensätze geworden, die aus den digitalen Aktivitäten der Menschen gefiltert und von Algorithmen auf Muster hin analysiert werden. Wirtschaft, Politik, Alltagskommunikation, Öffentlichkeit, Kultur und Sport – all das wird von Big Data Schritt für Schritt durchdrungen. Doch was bedeutet Big Data für Wissenschaft und Forschung, vor allem: für die Sozial- und Geisteswissenschaften? Diese Frage steht im Mittelpunkt des aktuellen Themenschwerpunkts. Sie zu stellen, liegt nicht zuletzt deshalb nahe, weil sich mit dem Aufstieg von Big Data eine Provokation verbindet, die direkt auf das Selbstverständnis der Sozial- und Geisteswissenschaften zielt. Auf den Punkt gebracht hat sie der britische Journalist und Unternehmer Chris Anderson vor fast zehn Jahren, als er mit markigen Worten das Ende der Theorie und die Überflüssigkeit wissenschaftlicher Methoden verkündete. Die sieben Beiträge fragen einerseits, was von der steilen These, Big Data trete an die Stelle der Theorie, zu halten ist. Andererseits erkunden sie soziale, rechtliche und politische Implikationen von Big Data und demonstrieren damit, dass sozial- und geisteswissenschaftliche Analysen nicht überflüssig werden, sondern nötig sind, um Big Data zu begreifen.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2016
Big Data als Theorieersatz
146 Seiten

Berliner Debatte Initial 4 | 2016

Big Data als Theorieersatz

ISBN 978-3-945878-11-8 | ISSN 0863-4564 | 146 Seiten

Big Data ist zum Schlagwort für das Sammeln und Auswerten enormer Datensätze geworden, die aus den digitalen Aktivitäten der Menschen gefiltert und von Algorithmen auf Muster hin analysiert werden. Wirtschaft, Politik, Alltagskommunikation, Öffentlichkeit, Kultur und Sport - all das wird von Big Data Schritt für Schritt durchdrungen. Doch was bedeutet Big Data für Wissenschaft und Forschung, vor allem: für die Sozial- und Geisteswissenschaften? Diese Frage steht im Mittelpunkt des aktuellen Themenschwerpunkts. Sie zu stellen, liegt nicht zuletzt deshalb nahe, weil sich mit dem Aufstieg von Big Data eine Provokation verbindet, die direkt auf das Selbstverständnis der Sozial- und Geisteswissenschaften zielt. Auf den Punkt gebracht hat sie der britische Journalist und Unternehmer Chris Anderson vor fast zehn Jahren, als er mit markigen Worten das Ende der Theorie und die Überflüssigkeit wissenschaftlicher Methoden verkündete.

Die sieben Schwerpunkttexte fragen einerseits, was von der steilen These, Big Data trete an die Stelle der Theorie, zu halten ist. Andererseits erkunden sie soziale, rechtliche und politische Implikationen von Big Data und demonstrieren damit, dass sozial- und geisteswissenschaftliche Analysen nicht überflüssig werden, sondern nötig sind, um Big Data zu begreifen. Der Themenschwerpunkt setzt damit eine Diskussion in unserer Zeitschrift fort, die Tara Fenwick und Richard Edwards in ihrem Text über die Auswirkungen digitaler Technologien auf Berufe und Professionen angestoßen haben (siehe HIER). Eröffnet wird der Schwerpunkt mit einer thematischen Einführung, die die einzelnen Aufsätze vorstellt.

Im allgemeinen Teil dieses Heftes laden wir Sie ein, zusammen mit Marcy S. Sacks einen neuen Blick auf die Boxlegende Joe Louis und die zeitgenössische Deutung seiner spektakulären Sporterfolge zu werfen. Fritz Mierau fragt anschließend, welche Rolle der avantgardistische Schriftsteller Sergej Tretjakow, der dem Stalinschen Terror 1937 zum Opfer fiel, im intellektuellen Haushalt der DDR spielte. Danach beleuchtet Loïc Wacquant das Bedeutungsspektrum und Analysepotential des Habitus-Konzepts, das durch die soziologischen Arbeiten Pierre Bourdieus berühmt geworden ist. Cornelia Heintze legt schließlich dar, wie verschiedene Spielarten des Kapitalismus, die Geschlechterfrage und der Stellenwert sozialer Dienste in Europa zusammenhängen.

Inhalt

Zurück in die Zukunft? Wie das Ende der Geschichte im Datenstrom zerrinnt

13 Seiten | Autor: Marcel Rauer, Gregor Ritschel

Sind wir heute in den westlich geprägten Demokratien am Ende der Geschichte angelangt, einem Zustand an dem wir das größtmögliches Maß persönlicher Freiheiten bereits erreicht haben, und ist das wesentliche Motiv geschichtlicher Kämpfe, das Streben nach Anerkennung, heute erloschen? Marcel Rauer und Gregor Ritschel argumentieren mit Bezug auf Hegels Geschichtsphilosophie und Michel Foucaults entpersonalisiertes Machtkonzept dafür, dass sich der politische Liberalismus durch die von ihm selbst hervorgebrachten Produktionsweise des heutigen Daten-Kapitalismus und die damit verbundenen Überwachungsmechanismen wieder zu zersetzen beginnt. Der Datenstrom unserer digitalisierten Welt reißt uns vom Ende der Geschichte zurück in eine zweifelhafte Zukunft.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2015
Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung
162 Seiten

Politische Theorie (post-)modern

Eine Erkundung

Die 8 Beiträge des Schwerpunktes zum Vorzugspreis - Was bedeutet es, dass politische Entscheidungen als „alternativlos“ dargestellt werden, wo doch zugleich in der Postmoderne gerade ein Überangebot an Alternativen zu bestehen scheint? In der scheinbaren Gleichzeitigkeit von Erstarren und Beliebigkeit der politischen Leitlinien besteht eine der zentralen Herausforderungen der zeitgenössischen politischen Philosophie und Theorie. Der Schwerpunkt dieses Heftes befasst sich damit, die gegenwärtigen Optionen politischen Denkens auszuleuchten. Politisches Denken entsteht unter schwierigen, scheinbar paradoxen Bedingungen. Die einzelnen Beiträge erkunden nicht nur die bestehenden Spannungen und Widersprüche, sondern stellen auch Ansätze vor, welche die gegenwärtigen Lähmungen zu überwinden beabsichtigen.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2015
Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung
162 Seiten

Differenz und Demos.

Zur postpolitischen Diagnose von Chantal Mouffe, Miguel Abensour und Pierre Bourdieu

12 Seiten | Autor: Gregor Ritschel

Schlagworte:

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2014
Jugend und Revolte im "Arabischen Frühling"
178 Seiten

Slavoj Žižek: Das Jahr der gefährlichen Träume

4 Seiten | Autor: Adrian Klein, Gregor Ritschel

In der US-amerikanischen Fernsehserie „The Wire“ überwacht eine Einsatzgruppe der Polizei das komplexe Netzwerk der Gewalt- und Drogenökonomie in den Slums Baltimores mittels eins elektronischen Überwachungsnetzes, das alsbald bemerkt und mit Einfallsreichtum umgangen wird. Anhand dieses Beispiels verdeutlicht der slowenische Philosoph, Occupy Wall Street- und Syriza- Unterstützer Slavoj Žižek in seinem neusten Buch „Das Jahr der gefährlichen Träume“ die spätestens seit den globalen Protestbewegungen des Jahres 2011 im Raum stehende Frage: Wie bekämpft man ein lernfähiges System ohne es dadurch gleichzeitig zu verbessern?

Schlagworte:

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2013
Auf der Jagd nach Gefühlen
168 Seiten