Rechtsextremismus

Neuer Vigilantismus in der Alten Welt

Bürgerwehren, Gewalt gegen Flüchtlinge und die Ambivalenz des rechten Terrors

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Die Frage nach den gegenwärtigen Entwicklungen im Rechtsextremismus ist ebenso aktuell wie dringlich.

Innovativer Rechtsextremismus?

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Heftnummer: 
1

In der massenmedialen Öffentlichkeit, in Teilen der politischen Klasse und selbst in einigen Strömungen der Sozialforschung erscheint der organisierte Rechtsextremismus in der Bundesrepublik immer wieder als eine Bewegung, die sich sowohl in ihren soziopolitischen Inhalten, ihren politischen Handlungsformen wie ihren kulturellen Leitbildern und Orientierungsmustern vor allem durch Fortschrittsfeindlichkeit und Antimodernismus, Traditionalität und Konventionalität sowie Dumpf- und Trägheit auszeichnet. Diese Perspektive verfehlt den gegenwärtigen Rechtsextremismus nicht nur analytisch,...

Prekäre Identitäten

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Heftnummer: 
6

„Identität“ ist ein Begriff, der ohne attributive Qualifikation, ohne Reflexion des unbeständigen Status und jenseits näherer Beschreibung kaum Konturen gewinnt. Diese Einsicht eint die unter dem Titel „Prekäre Identitäten“ versammelten Artikel. Tanja Bürgels dichter Aufsatz setzt beim Selbstverständnis der „Generation Praktikum“ an. Diese Generation ist von allgemeiner Verunsicherung erfaßt und in Ostdeutschland überlagert die Erfahrung des ökonomischen Umbruchs seit den 1990er Jahren mit der Vereinigungskrise und der Globalisierung – um zwei Stichworte zu geben – die Freiheitserfahrungen...

Kontroversen um Rechtsextremismus

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Heftnummer: 
3

Michael Moore folgt in seiner Dokumentation „Bowling for Columbine“ den Ursachen des Schulmassakers in der „Columbine High“. Wie wir anschließend hören konnten, ist ihm noch während der Fertigstellung des Films der 11. September 2001 dazwischengekommen. Statt nun wie geplant einen Film ausschließlich über den Besitz und Gebrauch von Waffen in den USA machen zu wollen, rückt der „Deal mit der Angst“ mehr und mehr in den Fokus des Interesses. Die Millionen Pistolen  und Gewehre, die die Amerikaner wie selbstverständlich zu Hause liegen haben, dokumentieren ihre Angst vor jedermann. Diese...

Ostdeutschlandforschung Wende oder Ende

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Heftnummer: 
2

Ostdeutschland war für seine Bürger wie auch seine sozial- und kulturwissenschaftlichen Beobachter wohl immer nur dann interessant, wenn das Land historisch bedeutsame politische und soziale Veränderungen erlebte. Das betrifft zuerst die 1950er Jahre, als sich die DDR mit dem Experiment Sozialismus noch als glaubhafte Alternative zum westlichen Kapitalismus präsentieren konnte. „Der Staat besteht nur, wenn etwas in ihm vorgeht, und immer was Neues“, so der freche, immer etwas genüsslich provozierende Bauarbeiter Paul Bauch, Volker Brauns Anti-Held in Die Kipper (1963). „Die ganze...

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