Kultur

Jugend und Revolte im "Arabischen Frühling"

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Heftnummer: 
4

Trotz ihrer entscheidenden Rolle und aktiven Beteiligung in den Protestbewegungen in Nordafrika und im Nahen Osten und insbesondere in den Ländern, in denen die alten Regime gestürzt wurden (Tunesien, Ägypten, Libyen) ist die junge Generation in den neuen politischen (Un-)Ordnungen, politischen Institutionen, Parteien oder Entscheidungsprozessen kaum oder gar vertreten. In den anderen Ländern des südlichen und östlichen Mittelmeerraums (z.B. in Marokko, Algerien, Jordanien) fühlt sich die Jugend ebenfalls nicht genügend repräsentiert und die Partizipationsmöglichkeiten bleiben begrenzt....

Stadtkindheit – Aufwachsen in urbanen Räumen

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Heftnummer: 
3

Die menschliche Zukunft liegt in den Städten – das ist fast schon ein Gemeinplatz zeitgenössischer Stadtforschung und Stadtpolitik. Weltweit zieht es immer mehr Menschen in urbane Räume. Mitte des 21. Jahrhunderts, so eine Prognose, werden rund drei Viertel der Weltbevölkerung in Metropolen leben. Außer Frage scheint damit zu stehen, dass Städte eine Zukunft haben. Umstritten ist aber, wie die Städte der Zukunft aussehen sollen und welche Bevölkerungsgruppen dort unter welchen Bedingungen und mit welchen Optionen leben können. Bezogen auf die westliche Hemisphäre kann man wohl sagen, dass...

Literatur und Utopie

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Heftnummer: 
4

In den 80er Jahren des 20.Jahrhunderts war das Thema „Literatur und Utopie, Literatur als Utopie“ ein zentrales Thema der literaturwissenschaftlichen und philosophischen Forschung. Heute scheint dieses Thema in der Literaturwissenschaft wie in der Philosophie bestenfalls ein Randthema zu sein. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass das Problem des Utopischen in der Gegenwartsliteratur in neuer Gestalt zur Sprache kommt.

Bildung als Humankapital

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Heftnummer: 
3

Das diskursive Ereignis „Humankapital“ scheint in der Gegenwart nicht länger von Interesse zu sein. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn man die sozialwissenschaftliche Forschungsliteratur durchforstet. Dort herrscht aktuell eine merkwürdige Stille. Vor ein paar Jahren war dies noch ganz anders: Die Kür zum „Unwort des Jahres 2004“ hatte vor allem in den Feuilletons der Republik eine intensive und beinahe hitzige Debatte über Legitimität und Status der Kategorie entfacht. Bundesdeutsche Ökonomen fühlten sich durch das damalige Urteil der Gesellschaft für deutsche Sprache grob...

Konsumzeit - Zeitkonsum

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Heftnummer: 
1

„Ich habe viel zu viel Stress und zu wenig Zeit“. Diese und ähnliche Äußerungen sind für westliche Kulturen heute typisch, wenn Menschen schildern sollen, wie sie ihre aktuellen Lebensumstände empfinden. In unseren Forschungen stoßen wir ebenso wie die Kollegen, die auf dem Feld der Alltagspsychologie und -soziologie arbeiten, immer wieder auf dieses Phänomen: Kaum ein Zeitgenosse, der bei Befragungen nicht darüber klagt, dass die heutigen Lebensverhältnisse wenig Raum für Muße und Kontemplation lassen. In Analogien und Bildern wie dem „Hamsterrad“ wird zum Ausdruck gebracht, wie sehr man...

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