Vigilantismus

Neuer Vigilantismus in der Alten Welt

Bürgerwehren, Gewalt gegen Flüchtlinge und die Ambivalenz des rechten Terrors

13 Seiten | Autor: Matthias Quent

Die Frage nach den gegenwärtigen Entwicklungen im Rechtsextremismus ist ebenso aktuell wie dringlich. Das Deutungsbündnis zwischen mehrheitlich nicht gewalttätigen Rassisten, PEGIDA-Demonstranten und AfD-Anhängern auf der einen und den Gewalttätern auf der anderen Seite zeigt die Schwierigkeit, diese Erscheinungen analytisch differenziert zu fassen. Anhand von Beispielen der in diesem Kontext wachsenden Zahl von selbst ernannten „Bürgerwehren“ und von gewalttätigen Aktivitäten, die sich gegen Flüchtlinge richten, deren Täter aber in vielen Fällen nicht ohne Weiteres im Netzwerk der rechtsextremen Bewegung zu verorten sind, stellt Matthias Quent den Begriff des Vigilantismus vor und erläutert dessen analytisches Potential.

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Erschienen in
Berliner Debatte 4 | 2015
Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung
162 Seiten

Berliner Debatte Initial 4 | 2015

Politische Theorie (post-)modern. Eine Erkundung

Herausgeber: Johanna Wischner

ISBN 978-3-945878-03-3 | ISSN 0863-4564 | 162 Seiten

Was bedeutet es, dass politische Entscheidungen als „alternativlos“ dargestellt werden, wo doch zugleich in der Postmoderne gerade ein Überangebot an Alternativen zu bestehen scheint? In der scheinbaren Gleichzeitigkeit von Erstarren und Beliebigkeit der politischen Leitlinien besteht eine der zentralen Herausforderungen der zeitgenössischen politischen Philosophie und Theorie. Der Schwerpunkt dieses Heftes befasst sich damit, die gegenwärtigen Optionen politischen Denkens auszuleuchten. Politisches Denken entsteht unter schwierigen, scheinbar paradoxen Bedingungen. Die einzelnen Beiträge erkunden nicht nur die bestehenden Spannungen und Widersprüche, sondern stellen auch Ansätze vor, welche die gegenwärtigen Lähmungen zu überwinden beabsichtigen.

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