UNO

Abrüstung im Bürgerkrieg

Zur Beseitigung der syrischen Chemiewaffen

11 Seiten | Autor: Ralf Trapp

Die Anwendung chemischer Waffen im syrischen Bürgerkrieg setzte Entwicklungen in Gang, die in der Geschichte der Abrüstung ohne Beispiel sind: Abrüstungsschritte sind selbst unter äußerst komplizierten Bedingungen möglich, sofern der politische Wille vorhanden ist und sich der Sicherheitsrat auf eine gemeinsame Linie einigen. Die effektive Arbeit der Kontrollorganisation und die Unterstützung durch viele Staaten lassen erwarten, dass der Prozess um die Jahresmitte abgeschlossen wird.

Schlagworte: Chemische Waffen | Syrien | UNO

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Erschienen in
Welttrends 96 | 2014
Deutsche Außenpolitik kontrovers
144 Seiten

Kampf gegen Windmühlen?

Zehn Jahre UNAIDS-Programm – Bilanz

7 Seiten | Autor: Sarah Forberger

Die Herausforderung ist wahrlich eine globale und dramatische zugleich, es geht um HIV bzw. Aids. Derzeit leben rund 33,2 Millionen Menschen mit HIV oder Aids.1 Die WHO führt die Virusinfektion an 4. Stelle der weltweit häufigsten Todesursachen. Der Virus beeinflusst nicht nur die demografische Entwicklung eines Landes, sondern hat ebenfalls Konsequenzen für Bruttosozialprodukt, Gesundheitsausgaben, Entwicklungsstand, ja sogar für die nationale Sicherheit. Die globalen Problemlagen unterscheiden sich jedoch. Während in den Industriestaaten eher die Behandlung bestimmter Krebsarten, altersbedingte Krankheitsbilder und Substitutionstherapien in Kombination mit der medikamentösen Behandlung von HIV im Vordergrund stehen, kämpfen die Entwicklungsländer mit der Sicherung einer flächendeckenden Grundversorgung der Infizierten.

Schlagworte: UNO | Medizin

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Erschienen in
Welttrends 62 | 2008
Zerrissene Türkei
160 Seiten

Wenn die Münze in dem Kasten klingt…

UNICEF Deutschland hilft – auch dem Gewissen

5 Seiten | Autor: Konstantin Stern

Die Ergebnisse der Arbeit des Deutschen Komitees für UNICEF e. V. lassen eine Erfolgsgeschichte erahnen. Gegründet 1953, ist UNICEF heute die nach Spendenaufkommen drittgrößte Hilfsorganisation Deutschlands und erzielt Jahreseinnahmen von weit über 100 Millionen Euro. UNICEF Deutschland ist eine populäre Organisation, die über den entwicklungspolitischen Fachdiskurs hinaus auch ganz normale Menschen erreicht und sie dazu bringt, über die Lebensverhältnisse von Kindern in anderen Ländern nachzudenken. UNICEF konnte in den vergangenen Jahren über 20 Millionen Euro für „Schulen in Afrika“ sammeln und so mehreren hunderttausend Kindern erstmals eine vernünftige Schulbildung ermöglichen, aber auch Aufklärungs- und Spendenarbeit miteinander verknüpfen und Programme zur Verhinderung der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind finanzieren.

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Erschienen in
Welttrends 61 | 2008
Widerstand und Wandel - Soziale Bewegungen in Süd- und Mittelamerika
144 Seiten

Wer regiert die Welt?

2 Seiten | Autor: Wolfgang Petritsch

Eine Weltordnung, hinweggeschwemmt von den Stromschnellen der Geschichte“, so kommentierte Phil Stephens, Kolumnist der Financial Times, das Ende des Nachkriegssystems der multilateralen Finanzorganisationen. Es ist kein Ende im eigentlichen Sinn des Wortes. Aber die Veränderungen im internationalen System sind evident und beschränken sich nicht auf Weltbank und Währungsfonds. Die entscheidende Verschiebung des globalen Machtgefüges findet außerhalb des multilateralen Systems der UNO statt. Es sind informelle Gruppen, die Gs in verschiedener Stärke: G-7/8 als westliches Auslaufmodell, der Newcomer G-20 und wenn Europa nicht aufpasst die G-2: Chinamerica.

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Erschienen in
Welttrends 72 | 2010
Südafrika und die Fußball-WM
144 Seiten

Kopenhagener Gipfelfrost

Klima der neuen Weltpolitik?

6 Seiten | Autor: Simon Schunz

Der Kopenhagener Klimagipfel 2009 ist mit Spannung erwartet worden. Erreicht wurde lediglich ein Minimalkonsens. Der Autor liefert eine akteurszentrierte Deutung des Kopenhagener Abkommens und stellt die Frage nach dem Präzedenzcharakter der Verhandlungen: Handelte es sich um ein einmaliges Versagen multilateraler Diplomatie oder um einen Vorgeschmack auf die weltpolitische Routine des 21. Jahrhunderts?

Schlagworte: Umweltpolitik | UNO

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Erschienen in
Welttrends 72 | 2010
Südafrika und die Fußball-WM
144 Seiten

Renovierungsarbeiten am East River

Zum Verhältnis zwischen den USA und den Vereinten Nationen

5 Seiten | Autor: Sebastian Bruns, Patrick Rosenow

Am 23. September 2009 verkündete Barack Obama in der UN-Generalversammlung, dass die USA bereit seien, ein neues Kapitel der internationalen Kooperation aufzuschlagen, das die Rechte und die Verantwortlichkeit aller Nationen berücksichtige. Die Autoren konstatieren, dass das Aufschlagen dieses Kapitels erfolgt ist. Doch warnen sie vor Euphorie: Krisenherde drohen, das Verhältnis auf härteste Proben zu stellen.

Schlagworte: USA | UNO | Sicherheitspolitik

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Erschienen in
Welttrends 72 | 2010
Südafrika und die Fußball-WM
144 Seiten

Timor-Leste

Unabhängigkeit allein reicht nicht

5 Seiten | Autor: Bettina Kanke

Osttimors Weg vom Status einer portugiesischen Überseeprovinz hin zu einer unabhängigen Republik war lang und geprägt von Gewalt: 24 Jahre währte der Bürgerkrieg, bis endlich 2002 mithilfe der Vereinten Nationen Timor-Leste ein eigenständiger Staat wurde. Allerdings wird auch heute die internationale Unterstützung benötigt, damit die junge Republik überleben kann.

Schlagworte: Timor-Leste | UNO | Staatlichkeit | Asien

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Erschienen in
Welttrends 76 | 2011
Herausforderung Eurasien
144 Seiten

Das Völkerrecht ausschöpfen – Palästinas Antrag auf UNO-Mitgliedschaft

Interview mit Salah Abdel Shafi

In den Wirren des andauernden Nahostkonflikts stellt Palästina einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen. Dieser Schritt ist international höchst umstritten. Wie werden sich der Sicherheitsrat und die UN-Generalvollversammlung gegenüber diesem Gesuch verhalten? Welche Konsequenzen hätte angesichts des Streits um die israelische Siedlungspolitik eine Ablehnung des Antrags? Anfang August sprach WeltTrends dazu mit dem Generaldelegierten Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland.

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Erschienen in
Welttrends 80 | 2011
Japan 3/11
144 Seiten

Nichtpaktgebundene in Bewegung

4 Seiten | Autor: Renate Wünsche, Diethelm Weidemann

Im September 1961 wurde unter der Schirmherrschaft von Nehru, Nasser und Tito die NAM (Non Aligned Movement) in Belgrad gegründet. Damit betrat in einer gefährlichen Phase des Kalten Krieges – vier Wochen nach dem Bau der Berliner Mauer – ein neuer Staatenverband die bisher von der Bipolarität der militärischen Blöcke und ihrer Führungsmächte dominierte internationale Bühne und gewann in den folgenden Jahrzehnten zunehmend Einfluss auf die Tätigkeit der Vereinten Nationen. An der Gründungskonferenz der NAM beteiligten sich 25 Staaten. Gegenwärtig hat sie 118 Mitgliedstaaten, die ca. 56 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren.

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Erschienen in
Welttrends 80 | 2011
Japan 3/11
144 Seiten

Grenzen einer Weltwirtschaftsregierung

Neue Akteure in neuen Governance-Strukturen?

6 Seiten | Autor: Henning Melber

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts zeichnet sich angesichts der neuen globalen Akteure mit rapide wachsendem Einfluss auf die Weltwirtschaft ein neuer Multilateralismus ab, der die kurzfristige Ära einer unipolaren Hegemonie der USA nach dem Kollaps der Sowjetunion relativiert und die westliche Dominanz zunehmend infrage stellt. Auch die Positionierung der EU als Soft Power wurde dadurch bereits einem Härtetest unterzogen, den diese nicht unbeschadet überstand. Die anhaltende Auseinandersetzung um die Economic Partnership Agreements mit den AKP-Staaten1 zeugt davon. Die Club-Hegemonie der G8 wurde als Club- Governance zum Auslaufmodell.2 Dies manifestierte sich bereits auf dem Kölner G8-Gipfeltreffen 1999 mit der Kooptation der Finanzminister eines Dutzend weiterer Staaten vornehmlich aus Ländern des globalen Südens. Deren Einbindung erfolgte auch als Ergebnis der Initiative des damaligen kanadischen Finanz- und späteren Premierministers Paul Martin, der seither zu den Verfechtern dieser neuen Instanz gehört und diese auch als Gastgeber des G8-Gipfels in Kananaskis 2004 offiziell auf der Ebene der Regierungschefs angesiedelt sehen wollte. Allerdings blieb es lange Zeit bei einer eher symbolischen Institutionalisierung. Als Folge der weltweiten Finanzkrise erwuchs schließlich neben der weiterhin bestehenden G8 die G20 als neue semi-formelle Institution, die sich derzeit als Nachfolgegruppe zur G8 zu etablieren scheint.

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Erschienen in
Welttrends 79 | 2011
Rohstoff Poker
144 Seiten