Naher Osten

Der türkische Krieg gegen Afrin

5 Seiten | Autor: Murat Cakir

Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ hat die Türkei einen Angriffskrieg begonnen, steht der nordsyrische Distrikt Afrin, eines der wenigen befriedeten Gebiete Syriens, unter Beschuss der zweitgrößten NATO-Armee. Der türkische Angriff ist zu einem Vernichtungskrieg ausgeartet – obwohl Afrin für die Türkei keine Bedrohung ist. Was bezweckt die Türkei und warum stehen alle „strategischen Gegner“, die in Syrien unterschiedliche Ziele verfolgen, auf der Seite des türkischen Aggressors?

Schlagworte: Naher Osten | Türkei | NATO | Syrien | Krieg

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Erschienen in
Welttrends 138 | 2018
Verunsichertes Japan
72 Seiten

Wie Europa mit Saudi-Arabien umgehen sollte

5 Seiten | Autor: Christian Koch

Die Politik gegenüber Saudi-Arabien ist für die Regierungen der Europäischen Union nicht einfach. Mit seinem Herrschaftssystem kann sich eine werteorientierte Politik der EU nur schwer arrangieren und die Menschenrechtslage im Königreich ist alles andere als akzeptabel. Zudem führt das „reiche“ Königreich momentan Krieg im benachbarten Jemen, einem der ärmsten Länder der Welt, der bereits etwa 10.000 Menschen das Leben gekostet und eine beispiellose humanitäre Katastrophe ausgelöst hat.

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Erschienen in
Welttrends 135 | 2018
Erdöl Macht König?
72 Seiten

Saudische Entwicklungspolitik

Strategien und Schwerpunkte

7 Seiten | Autor: Inken Wiese

Saudi-Arabien ist ein politischer Akteur, dessen Gestaltungsanspruch und Einfluss weit über die Region des Nahen Ostens hinausreicht. Dazu setzt es auch auf das Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Dieses internationale Engagement zielt nicht allein auf die Verbreitung der saudisch- wahhabitischen Version des Islam. Der Beitrag gibt einen Überblick über die saudische Entwicklungspolitik, um das Königreich differenzierter in den Kontext politischer Bemühungen um eine globale Partnerschaft für Entwicklung einzuordnen.

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Erschienen in
Welttrends 135 | 2018
Erdöl Macht König?
72 Seiten

Rivalität und Partnerschaft auf der arabischen Halbinsel

Saudi-Arabien, Katar und die VAE

6 Seiten | Autor: Anna Sunik

Saudi-Arabien unterhält wechselreiche Beziehungen zu seinen kleineren Nachbarn. Der allmähliche Rückzug der USA aus der Region und die Umbrüche des „Arabischen Frühlings“ haben die ohnehin fragile Machtbalance unter Saudi-Arabien und seinen Nachbarn ins Wanken gebracht.

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Erschienen in
Welttrends 135 | 2018
Erdöl Macht König?
72 Seiten

Warum die Anerkennung als Israels Hauptstadt?

Überlegungen zu Trumps Jerusalem-Entscheidung

3 Seiten | Autor: Roland Benedikter

US-Präsident Donald Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an – und empört damit die halbe Welt. Trump beruft sich auf einen Beschluss des US-Kongresses von 1995, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Diesen Beschluss haben die US-Regierungen seither immer aufgeschoben, um den Friedensprozess nicht zu gefährden. Warum geht Trump also das Risiko ein, mehr als 20 Jahre US-Politik umzukehren? Acht große Motive spielen zusammen.

Schlagworte: Israel | USA | Naher Osten | Jerusalem

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Erschienen in
Welttrends 135 | 2018
Erdöl Macht König?
72 Seiten

WeltTrends 135 | 2018

Erdöl Macht König?

Herausgeber: Raimund Krämer

ISBN 978-3-945878-77-4 | ISSN 0944-8101 | 72 Seiten

Saudi-Arabien ist zu einem der zentralen Akteure des Nahen und Mittleren Ostens geworden. Wenn saudische Bomben im Jemen fallen oder wenn der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri in Riad seinen Rücktritt verkündet, schaut die Welt zu. Doch über die Handlungsmotive des Königreichs, über die saudische Wahrnehmung innen- und außenpolitischer Entwicklungen und auch über die gesellschaftliche Entwicklung wird wenig berichtet. Was will, was kann Saudi-Arabiens Königsfamilie?

Inhalt

Klare Wende zur Diktatur

Überlegungen zur autoritären Entwicklung in der Türkei

5 Seiten | Autor: Savaş Genç

Bei ihrer Gründung im Jahre 2001 sagte sich die AKP vom politischen Islam los und bekannte sich zur laizistischen Republik in der Türkei. Sie erlangte bald die Mehrheit im Parlament. Ihr Reformkurs wurde von der EU mit Rat und Tat unterstützt. Die Türkei schien ein Modell für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie zu sein. Hinzu kamen wirtschaftliche Erfolge. Dann aber erfolgte die Wende. Seit 2010 marschiert die Türkei in Richtung Autokratie und nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 sogar in Richtung einer Ein-Parteien-Diktatur.

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Erschienen in
Welttrends 132 | 2017
Russische Revolutionen
72 Seiten

Wenn Frieden ins Wasser fällt

Wasserkonflikte als Friedenshindernis im Nahen Osten

5 Seiten | Autor: Clemens Messerschmid

Wasser ist eine grundlegende Ressource, die alle Menschen, als Einzelne oder als Kollektiv, betrifft. Das Besondere an Wasser ist: Es ist physisch. Bei Konflikten um dessen Verteilung geht es um reale Mengen, Entnahmen, Ab- und Zuleitungen. Dabei wird Wasser, wie andere Konfliktgegenstände auch, ideologisch aufgeladen und mythologisch überhöht. Mit Blick auf den Nahostkonflikt kommt auch und vor allem im Wassersektor die oftmals einzig auf militärischer Überlegenheit beruhende Machtpolitik Israels besonders zum Ausdruck.

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Erschienen in
Welttrends 132 | 2017
Russische Revolutionen
72 Seiten

Wandel durch Handel und Annäherung?

Ernüchternde Bilanz und Lehren nach vier Jahren Rohani-Präsidentschaft im Iran

8 Seiten | Autor: Ali Fathollah-Nejad

Der Annäherungsprozess gegenüber der Islamischen Republik Iran seit dem Atomdeal wird v.a. in Deutschland mit einer Politik des „Wandels durch Handel und Annäherung“ rationalisiert. Nach Ende der ersten Amtszeit des iranischen Präsidenten Hassani Rohani (2013–2017) zieht der Artikel eine Bilanz auf wirtschafts-, außen- und kulturpolitischen Ebenen und bietet eine analytische Anleitung zur Bemessung des Erfolg dieser Politik. Zuletzt wird ein Vergleich mit der jahrzehntlangen westlichen Politik der „autoritären Stabilität“ gegenüber den Autokratien in der Region gezogen, bevor Vorschläge für eine modifizierte Iran-Politik, die Außen- und Entwicklungspolitik miteinander kombiniert.

Schlagworte: Naher Osten | Iran | Deutschland | Rohani

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Erschienen in
multipolar 2 | 2017
Sicherheitsdoktrinen eurasischer Mächte
108 Seiten

50 Jahre israelische Besatzung nach dem „Sechstagekrieg“ von 1967

5 Seiten | Autor: Tsafrir Cohen

Der Juni 1967 war ein Wendepunkt für den Nahen Osten. Im auf Arabisch „Junikrieg“ oder Naksa (arabisch für Rückschlag) und in Israel und dem Westen „Sechstagekrieg“ genannten Krieg konnte die israelische Armee die ägyptischen, syrischen und jordanischen Streitkräfte vernichtend schlagen und die Halbinsel Sinai, die Golanhöhen, das Westjordanland inklusive Ost-Jerusalem und den Gazastreifen besetzen. Mit diesem Sieg festigte Israel seine Rolle als Regionalmacht. Anstelle einer bis dahin verbreiteten Angst um die Existenz des jungen Staats etablierte sich nun der Mythos der Unbesiegbarkeit. Zugleich erfuhr das euphorisierte Israel einen ungeahnten Sympathiezuwachs im Westen. Unmittelbar nach Kriegsende wurden die ersten Siedlungen unter der Ägide der europäisch-säkularen Elite der Arbeitspartei aufgebaut, in allen besetzten Gebieten: Militärische Stützpunkte sollten durch ein Netz von kleineren, landwirtschaftlich geprägten jüdischen Siedlungen unterstützt werden, um Israel eine strategische Tiefe zu verschaffen. Gleichzeitig wurde der Krieg von 1967 als natürliche Fortsetzung des Kriegs von 1948 (auch als israelischer Unabhängigkeitskrieg bekannt) und als Vollendung der Befreiung der alten Heimat verstanden. Diese Heimat galt es zu besiedeln. So begann unter dem Mantel einer Militärbesatzung ein bis heute andauernder Kolonisierungsprozess – als in anderen Teilen der Welt die Dekolonisierung zu Ende ging.

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Erschienen in
Welttrends 128 | 2017
Protestantismus weltweit
72 Seiten