E-Paper: Kultursoziologie (seit 1990)

Jüdisches Leben in Deutschland

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Bernard Wasserstein, geboren 1948 in London, von 1982 bis 1996 Professor für Geschichte an der Brandeis University / Massachusetts, seit 1996 Präsident des Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies, ein Nachfolger seines international hoch geschätzten britisch-jüdischen Kollegen Cecil Roth, hat

„Ich habe immer Glück gehabt“

Küf Kaufmann im Gespräch mit Claudia Koch

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Ich wurde am 6. Mai 1947 in Marx geboren – einer Stadt in Russland an der Wolga. Ja, die hieß wirklich so. Die Stadt auf der anderen Seite der Wolga hieß übrigens Engels. Mein Vater war Ingenieur, meine Mutter, die aus Odessa stammte, kam aus einer Künstlerfamilie.

Hybridisierung und Ökumene

Soziale Ordnung im Kontext von Entterritorialisierung und Globalisierung

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Die veränderte Wahrnehmung sozialer Ordnung im Kontext von Entterritorialisierung und Globalisierung sieht sich mit einem Paradox konfrontiert: Auf der einen Seite ermöglichen die verdichteten Kommunikationsmöglichkeiten eine intensive weltweite Kommunikation zwischen verschiedensten Teilnehmern,

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk

Jüdische Begabtenförderung in Deutschland

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Am 11. November 2009 wurde mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) das zwölfte Begabtenförderwerk in Deutschland eröffnet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Unsere moderne Gesellschaft und die bulgarische Sprache

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Unabhängig davon, welches Handbuch der Allgemeinen Linguistik man in die Hand nimmt, wird man eine ausdrücklich hervorgehobene Feststellung lesen: Die Menschheit hat nichts Vollkommeneres als die natürlichen Sprachen geschaffen.

Das Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. in Leipzig

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Mit dem jüdischen Sprichwort „Berge können sich nicht nähern, aber Menschen können aufeinander zugehen“ lädt das Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus alle Leipzigerinnen und Leipziger zu Austausch, zu Begegnungen und zum Miteinander ein.

Geschichte der Kulturwissenschaft III

Zwischen Humanismus und Renaissance

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Während erstarkende regionale Stadtstaaten durch die Ohnmacht des Kaisertums territoriale Machtkämpfe austrugen, bemühte sich die Kirche inmitten des Papstschismas (1378–1417) um eine Annäherung zwischen Rom und Avignon sowie zwischen weströmischer und oströmischer Kirche.

Kultursoziologie am Institut für Soziologie in Erlangen

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Die Erforschung von Kultur und die Auseinandersetzung mit zentralen Fragen der Kultursoziologie haben am Erlanger Institut für Soziologie (IfS) der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) traditionell eine große Bedeutung.

Judenfeindschaft heute und hier

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Kultursoziologie ist keine Bindestrichsoziologie, weil Kultur kein Gegenstand neben anderen Gegenständen ist.1 Der Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) folgt in diesem Sinne einem breit angelegten kultursoziologischen Forschungsprogra

Geschichte der Kulturwissenschaft IV

Von der Entdeckung neuer Welten bis zum Verstehen der eigenen Geschichte

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Die in der Renaissance profilierte Hinwendung zur Welt und zum Menschen wurde im Übergang zum 17. Jahrhundert durch säkularisierende Diskurse erweitert.

Karl Mannheims Konservatismus. Ein Beitrag zur Soziologie des Wissens (1925)

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Karl Mannheims Studie über den Konservatismus (zitierte Ausgabe: Frankfurt am Main 1984) kann nur vor dem Hintergrund seines Gesamtwerkes gedeutet werden. Die Analyse der Entstehung des Konservatismus ist eine von Mannheims frühen Schriften.

Kultursoziologische Lehre und Forschung an der Technischen Universität Dresden

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Die Kultursoziologie ist seit der Gründung des Instituts für Soziologie an der Technischen Universität Dresden in den frühen 1990er-Jahren ein etablierter Schwerpunkt in Forschung und Lehre.

25 Jahre Kultursoziologie

Ein Tätigkeitsbericht

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Mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland am 3.10.1990 begann an ostdeutschen Universitäten, Akademien und Hochschulen ein ideologisch-politisch-rechtlich begründeter administrativer Vorgang, der als Abwicklung beze

Produkte als Botschaften und deren Bewerbung als lächelndes Aas

Soziokulturelle Implikationen der (Plakat-)Werbung

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Plakatwerbungen sind als eine der ältesten Formen der Marketingkommunikation zu nennen, prägen unsere Stadtbilder, regen zum Kauf an, induzieren öffentliche Diskurse, polarisieren und mobilisieren.

Die Gegenwart der Zukunft

Zur Aktualität der sozialen Produktion von Erwartungen

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Der Soziologe Heinz Bude konstatiert in einer kritischen Zeitdiagnose, dass sich die Politik aus dem Prozess der Produktion von Zukunft zurückgezogen hat.1 Die Nüchternheit der Feststellung wird ihrem radikalen Impetus kaum gerecht, denn sie bedeutet nichts weniger, als dass die Gesellschaft ange

Natalia Ginzburg

Die Literarisierung des Alltäglichen

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Das Schreiben der italienischen Schriftstellerin Natalia Ginzburg (1916–1991) wird als Erzählen eines einfachen Alltagslebens rezipiert, dessen Sprache auf das Wesentliche reduziert ist und das oft die hoffnungslose Existenz des Einzelnen innerhalb einer familiären Schicksalskonstellation zum Geg

Geschichte der Kulturwissenschaft II

Glaube und Wissen zwischenImperium und Sacerdotium

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Die im griechischen und römischen Altertum entstandenen Auffassungen, die Unterscheidungen zwischen Natur und Kultur, Vorgegebenem und menschlich Gesetztem formulierten, gingen mit dem Zerfall desrömischen Weltreichs zu einem Gutteil verloren und gerieten zum überwiegenden Teil in Vergessenheit.

Dekonstruktionen des „Anderen“ in Ethnologie und Soziologie

Ein Plädoyer für eine postmigrantische Perspektive

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Ethnologie und Soziologie ähneln sich mittlerweile in ihren Perspektiven, Methoden und Theorien so weit, dass es außer bei der Verteidigung von Lehrstühlen schwer fällt, wirkliche Unterschiede festzustellen.

Das politische Element in der soziologischen Theoriebildung

Eine postkoloniale Betrachtung

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In Das Politische Element in der nationalökonomischen Doktrinbildung (1932) versucht Gunnar Myrdal zu erklären, weshalb die Vorstellung des „homo oeconomicus“ – des Menschen, der in allen Lebensbeziehungen den Nützlichkeitswert voranstellt – in wirtschaftswissenschaftlichen Theorien als implizite

Das Scheitern zweier Utopienim TransformationsprozessOsteuropas

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1989 war wie ein Befreiungsschlag für Osteuropa. Der Kalte Krieg warzu Ende. Die jahrzehntelange Fixierung der Länder der Region auf dieSowjetunion wurde beendet. Überall herrschte Aufbruchsstimmung.Der Dreiklang „Demokratie, Marktwirtschaft, (West)Europa“ gab dieRichtung vor.

Endzeiten und Zeitbrüche

Eine Einführung

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Seit Menschen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschheit nachdenken, bewegen sich ihre Überlegungen, ob sie nun zutreffende Analysen, unsinnige Prognosen, haltlose Illusionen, Spekulationen, Teleologien, Eschatologien oder ähnliche Gebilde sind, um die Zeit.

Alfred von Martin: Soziologie der Renaissance

Zur Physiognomik und Rhythmik bürgerlicher Kultur

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Alfred von Martin (1882–1979) widmete seine titelgebende und folgend zitierte Studie „Karl Mannheim, dem Meister historisch-soziologischen Forschens und Denkens“, wie es im Vorspruch heißt.

Das Scheitern zweier Utopien im Transformationsprozess Osteuropas

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1989 war wie ein Befreiungsschlag für Osteuropa. Der Kalte Krieg war zu Ende. Die jahrzehntelange Fixierung der Länder der Region auf die Sowjetunion wurde beendet. Überall herrschte Aufbruchsstimmung. Der Dreiklang „Demokratie, Marktwirtschaft, (West)Europa“ gab die Richtung vor.

Lou Andreas-Salomé zwischen Königsberg und Kaliningrad

Eine biografische Erfahrung im historischen Zusammenhang

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Dass die Philosophin und Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861– 1937), nachdem sie in Göttingen auch als Psychoanalytikerin gewirkt hatte, zwischen Herbst 1923 und Frühjahr 1924 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, an der Klinik für Innere Medizin, Wagnerstraße 6, als Lehranalytikerin und

Identitätsfragen, sozialer Wandel in Südosteuropa und das Dauerdilemma „zwischen Ost und West“

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Mit der Verortung Ungarns „zwischen Ost und West“ und der Auffassung dieser Lage als ein „Dauerdilemma“ findet sich eine Schlüsselfrage und zugleich eine Kennzeichnung der Identitätsproblematik mancher südosteuropäischer wie auch ostmitteleuropäischer Gesellschaften trefflich angesprochen.

Galizien als kulturell-zivilisatorisches und politisches Phänomen

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Die ukrainischen Ereignisse Ende des Jahres 2013, das Ausbleiben der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU und das Euromaidan-Phänomen, stellten mit neuer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle der galizischen ethnischen Gemeinschaft in der politischen Entwicklung des Landes.

Karl Lamprechts „Kulturzeitalter“

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In einer seiner programmatischen Schriften hält Karl Lamprecht einem Kritiker seiner Methode polemisierend entgegen: „Sie arbeiten kulturgeschichtlich und stellen die Kulturentwicklung in den Mittelpunkt Ihres geschichtlichen Denkens: da werden Sie den historischen Stoff, den Sie schließlich nich

Weltsystem, Fernand Braudel und die Kultur

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Die Analyse von Weltmarkt und Weltsystem ist für die Untersuchung der sich weiter globalisierenden Welt des 21. Jahrhunderts zentral. Das Fiasko des osteuropäischen Staatssozialismus am Ende des 20. Jahrhunderts war der wahrscheinlich folgenreichste historische Einschnitt.

Kein Ende in Sicht

Über die Notwendigkeit einer Synthese von marxistischer Theorie, weberianischer Soziologie und Sozialkonstruktivismus

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Der Titel dieses Beitrages spiegelt meinen beruflichen Werdegang wider, der vor fast 40 Jahren in einem akademischen Klima begann, das von einer lebendigen Debatte über theoretische und methodologische Grundlagen der Soziologie geprägt war.

Kultursoziologie (III)

Vergessene Programme – Defizite – Desiderate

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Die »Kultursoziologie« ist die einzige deutschsprachige Zeitschrift, mit der seit über zwei Jahrzehnten versucht wird, Defizite in der soziologischen Publizistik wenigstens zu verringern, ohne das gesamte Feld der Kultursoziologie erfassen zu können.