Zwischen Standortschutz und Demokratisierungsprojekt

Selbstverständnis und Praxis der Protestbewegung gegen Rechtsextremismus am Beispiel Jena

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Angesichts der jüngsten Kampagnen gegen die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Schneeberg (Sachsen), Greiz (Thüringen) oder auch in Duisburg darf man sich über das demokratische Bewusstsein vieler Menschen alles andere als sicher sein. Wenn es selbst nach den skandalösen und schockierenden Erkenntnissen über den sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund zu einer „neuen Welle rassistischer Gewalt wie in den frühen 1990er Jahren“ kommt, müssen die Nachhaltigkeit der Projekte gegen Rechts und die Lernfähigkeit ihrer Adressatinnen ernsthaft hinterfragt werden. Sind soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Bündnisse heute besser auf rassistische Ausschreitungen vorbereitet als vor 20 Jahren? Anhand der Präsentation von Ergebnissen einer Lokalstudie stehen im Folgenden Möglichkeiten und Grenzen des gegenwärtigen Basisaktivismus gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus zur Diskussion.

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