Nicht-Ort oder Utopie: Günter Grass’ Danzig

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In Günter Grass‘ Roman „Unkenrufe“ wird die Idee eines Versöhnungsfriedhofs entwickelt, auf dem nach ihrem Hinscheiden die ehemaligen Danziger, die die Stadt nach 1945 verlassen mussten, ihre letzte Ruhestätte finden könnten. Während die Helden nach einem entsprechenden Ort suchen, scheint der Erzähler eine mentale Karte Danzigs zu rekonstruieren. Unter anderem finden wir im Text eine Beschreibung der „Vereinigten Friedhöfe“, die vom heutigen Zustand ihres Geländes ausgeht und ihre frühere Lage rekonstruiert: „Das später Park Akademicki genannte Gelände gab zwischen der Poliklinik und der Technischen Hochschule, der parallel verlaufenden Großen Allee und dem zum Krematorium führenden Michaelisweg Raum für den […] Friedhof der katholischen Kirchengemeinden […], für den sich anschließenden […] evangelischen Sankt Marienfriedhof, auf dessen zum Michaelisweg liegendem Teil das Szpital Studencki gebaut wurde, für den […] evangelischen Sankt Katharinenfriedhof, auf dessen östlichem Teil einige neue Gebäude der vormals Technischen Hochschule, dann Politechnika Gdańska Platz genommen hatten […]. Auch der Urnenfriedhof wurde bis Ende der sechziger Jahre eingeebnet und später als öffentliche Anlage unter dem Namen „Park XXV-lecia PRL“ […] zur allgemeinen Nutzung freigegeben“.

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