Wohlfahrt ohne Wachstum

Theoretische Debatte und sozialpolitische Implikationen

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Die Folgen des Klimawandels werden von den politisch Verantwortlichen entweder untertrieben oder ignoriert. Es hat den Anschein, als korrespondiere die politische Tatenlosigkeit mit der Trägheit des Klimasystems und seiner zeitlich verzögerten Reaktion auf frühere und gegenwärtige Treibhausgasemissionen. Die überwiegende Mehrzahl der Klimamodelle geht von einer Verdopplung der Treibhausgase gegenüber vorindustriellen Niveaus bis zum Ende des einundzwanzigsten Jahrhunderts aus. Je nach Szenarium würde dies einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen zwischen zwei und sechs Grad Celsius zur Folge haben. Obwohl die schwerwiegendsten Auswirkungen für die menschliche Zivilisation in den Entwicklungsländern zu erwarten sind – vor allem in den tropischen Regionen –, wird auch der atlantische Raum nicht verschont bleiben. Zu seinen unmittelbaren Risiken gehören etwa die Zunahme von Hitzewellen und Waldbränden sowie ansteigende Meeresspiegel, welche vor allem die Küstenregionen bedrohen. Zu den mittelbaren Risiken zählen Beeinträchtigungen der Küsteninfrastrukturen mit daraus resultierenden Behinderungen des Schiffsverkehrs, Epidemien, die Zunahme von Migration infolge mangelnder Ressourcen vor allem im tropischen Afrika und Südasien. Darüber hinaus wird für die Länder des Nordens und Westens prognostiziert, dass Wirtschaft und Gesellschaft unter Störungen der lebenswichtigen Öl- und Gaslieferungen, Unsicherheiten in der Nahrungsmittelversorgung aufgrund steigender und schwankender Preise, Beeinträchtigungen internationaler Handelsnetzwerke und Produktionsketten sowie allgemein einer Schwächung von „Global Governance“ zu leiden haben werden.

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