Gunther Teubner: Verfassungsfragmente

Gesellschaftlicher Konstitutionalismus in der Globalisierung

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Probleme der Rechts- und Verfassungstheorie auf gesellschaftstheoretische Fragestellungen zurückzubeziehen, ist weder in den Rechtsnoch in den Sozialwissenschaften eine Selbstverständlichkeit. Eine wichtige Ausnahme bilden die Arbeiten des Rechtswissenschaftlers Gunther Teubner, der mit Rechtstheorie den Sinn der Rechtswissenschaften für die gegenwärtige soziologische Diskussion zu schärfen versucht. Dabei ist das in den Sozialwissenschaften eher randständig behandelte Problem der Konstitutionalisierung von rechtlichen Regulativen jenseits des Nationalstaates für Teubner zuletzt immer weiter in den Vordergrund getreten. In einer Reihe von Aufsätzen und in dem gemeinsam mit Andreas Fischer-Lescano verfassten Buch „Regime-Kollisionen“1 wird versucht, der gesellschaftlichen Funktionsweise des Rechts unter Globalisierungsbedingungen auf den Grund zu gehen. Im Zentrum dieser Überlegungen steht das Phänomen einer „Selbstkonstitutionalisierung globaler Ordnung ohne Staat“ (87), das in Teubners neuestem Werk „Verfassungsfragmente“ eine Zuspitzung erfährt: Gegenstand ist nun die Frage nach der Herausbildung von verfassungsmäßigen Integralen in einer nicht mehr nationalstaatlich formierten Weltgesellschaft.

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