Whitehead, Alfred North: Die Ziele von Erziehung und Bildung und andere Essays

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Der englische Mathematiker und Metaphysiker Alfred North Whitehead (1861–1947), der in manchen Lexika und Einführungsbänden in jenes Fach, das die Liebe zur Weisheit zu lehren verheißt, nicht selten randständig als Lehrer und Förderer des berühmten Bertrand Russell genannt wird, scheint zumindest im deutschsprachigen Raum noch nicht als philosophischer Großautor etabliert zu sein. Das formallogische Standardwerk „Principia Mathematica“, ein mehrbändiges Kooperationsresultat von Whitehead und Russell, ist mathematisch interessierten Lesern nicht selten ein Begriff. Hingegen scheint Whiteheads spekulatives Hauptwerk „Process and Reality“, der bislang womöglich letzte seriöse Versuch eines Systementwurfs des gesamten Kosmos in seiner Verwirklichung, in Deutschland relativ unbekannt, zumindest wenig gelesen. Dieser aufgrund seiner Dichte und eigensinnigen Terminologie schwer zugängliche „Essay in Cosmology“ gilt als Fundament der modernen Prozessmetaphysik. Das 20. Jahrhundert ist nicht reich an solch schwierigen und seriösen metaphysischen Systementwürfen, die nicht nur die abendländische philosophische Tradition, von Aristoteles über Leibniz bis Kant, sondern auch die klassische und moderne Physik sowie Mathematik zu integrieren versuchen.

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