Forschungsgruppe „Staatsprojekt Europa“ (Hg.): Die EU in der Krise.

Zwischen autoritärem Etatismus und europäischem Frühling

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4,00 €

Analysen der zeitgenössischen wirtschaftlichen und politischen Krisenerscheinungen in Europa haben aktuell Hochkonjunktur. Insofern reiht sich der Band der Forschungsgruppe „Staatsprojekt Europa“, der das Ergebnis einer im Herbst 2011 durchgeführten Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) ist, in eine Fülle neuerer politik- und sozialwissenschaftlicher Publikationen ein, die das Risiko auf sich nehmen, neben einer möglichst präzisen Einschätzung der in vielerlei Hinsicht komplexen Krisenkonstellation1 auch Szenarien der zukünftigen europäischen Entwicklung zu antizipieren. Eine wesentliche Besonderheit der in dem Buch versammelten Beiträge besteht jedoch darin, dass sie den keineswegs selbstverständlichen Versuch unternehmen, die zeitgenössische europäische Integration und die aus ihr resultierenden politischen Krisenerscheinungen selbst als Krise einer neuen Form transnationaler Staatlichkeit zu begreifen und empirisch zu rekonstruieren. Im Hintergrund der Überlegungen steht gerade nicht mehr nur die Frage, wie europäische Integration politisch gelingen könnte, sondern vielmehr die Feststellung, dass sich in Europa – trotz aller beobachtbaren institutionellen Unsicherheiten und Unterbestimmtheiten – bereits eine neue Form „integrierter“ Staatlichkeit etabliert hat, in der hegemoniale Konstellationen wirken sowie spezifische politische und juridische Verdichtungen von Kräfteverhältnissen reproduziert werden.

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