Andreas Arndt: Karl Marx. Versuch über den Zusammenhang seiner Theorie

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Der Schatten, den der Kapitalismus im globalen Maßstab wirft, ruft regelmäßig Kritiker auf den Plan, so auch Marx, der in der letzten Finanzkrise geradezu eine mediale Hochkonjunktur erlebte. Ein verstärktes Interesse für seine Gesellschaftstheorie keimte bereits Anfang der 2000er Jahre auf, wobei sich im Besonderen wieder dem originären Marx zugewandt wurde. Jenseits der ideologischen Fronten wurde Marx unter kapitalismuskritischen, ökonomischen, praktisch-ethischen, politischen, historischen, wirkungsgeschichtlichen oder auch biographischen Fragestellungen rezipiert. Dabei trat allerdings der übergreifende Zusammenhang seiner Theorie in den Hintergrund. Es ist in dieser Hinsicht nicht verwunderlich, wenn der Akademie-Verlag in diesem Jahr eine Marx- Monographie aus den 1980er Jahren nachdruckt, worin eine solche Gesamtdarstellung angestrebt wird. Es handelt sich um Andreas Arndts Buch „Karl Marx. Versuch über den Zusammenhang seiner Theorie“, das zum ersten Mal 1985 im Germinal-Verlag, Bochum, erschienen ist und lange Zeit vergriffen war. Im neuen Nachwort weist Arndt selbst darauf hin, die Marxsche Theorie darin in eine zusammenhängende Form gebracht zu haben. Wenngleich der heutige Forschungsstand und die fortgeschrittene Edition der Marx-Engels-Gesamtausgabe weitergehende Differenzierungen notwendig machten, sei diese Darstellung der Marxschen Theorie im Ganzen dennoch nicht überholt – schon deshalb nicht, weil ein vergleichbarer Versuch seither nicht vorgelegt wurde. Im Folgenden soll geprüft werden, inwieweit Arndts Buch eine solche Gesamtdarstellung tatsächlich leistet.

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