Hans-Jürgen Wagener: Wirtschaftsordnung im Wandel

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Der Transformationsbegriff gehört zu den in der jüngeren Vergangenheit am meisten strapazierten Begriffen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Dies hat seine Ursache darin, dass der sich seit dem Herbst 1989 in Mittel- und Osteuropa sowie in Ostasien vollziehende gesellschaftliche Umbruch nach vorausschauender Gestaltung sowie wissenschaftlicher Erklärung und Begleitung verlangt. Seit dem Untergang des Staatssozialismus sind 33 „Transformationsfälle“ zu beobachten, vier Staaten verschwanden im Zuge der gesellschaftspolitischen Neuordnung von der Landkarte, 24 Staaten haben sich neu konstituiert. So viel Veränderung, zudem derart komprimiert in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum, gibt es selten. Es ist daher kein Wunder, dass viele in dem Transformationsprozess eine Sternstunde für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erblickten, eine einmalige Chance für Gesellschaftstheoretiker, ihre Methoden anzuwenden, vorhandene Modelle empirisch zu testen und neue Erklärungsansätze zu formulieren.

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